Nach dem schwerwiegenden Atomkraft-Unglück in Fukushima, Japan, am 11.März 2015 mit verheerenden Folgen für die Umwelt und die Bevölkerung, wurden zunächst alle achtundvierzig Reaktoren in Japan vorübergehend stillgelegt - aus Angst vor einem weiteren Atomunglück. Die Kraftwerke wurden in den letzten Jahren hinsichtlich ihrer Sicherheit überprüft und an neue, strengere Sicherheitsauflagen angepasst. Die Regierung Japans spricht sogar von den "strengsten Sicherheitsvorschriften der Welt". Nun soll das erste Kernkraftwerk in Sendai wieder zur Stromerzeugung genutzt werden - gegen den Willen des japanischen Volkes. 

Zahlreiche Bürger Japans haben versucht, sich gegen die Rückkehr zur Atomkraft zu wehren: Ob vor dem Gericht oder durch Demonstrationen - die Bevölkerung konnte mit ihrem Widerstand gegen die Atomkraft nichts erreichen, denn bereits ab diesem Freitag soll das Kernkraftwerk laut Spiegel Online wieder Strom erzeugen. Das hat die Regierung Japans bei einem Gericht problemlos durchsetzen können. Die Meinungen über die Sicherheit des Kraftwerkes scheiden sich allerdings: Kritiker bezweifeln, dass das AKW Sendai sicher sei, doch das Gericht versichert, dass es aufgrund der neuen Sicherheitsbestimmungen keinen Grund zur Sorge gäbe. 

Seit dem Unglück in Fukushima ist die Angst der Bevölkerung Japans groß, zumal es im Land 48 Reaktoren gibt! Die Sorge um die Umwelt und das eigene Leben brachte viele Bewohner dazu, sich gegen die Rückkehr zur Atomkraft zu wehren. Auch Naoto Kan, Ministerpräsident Japans zur Zeit des Fukushima-Unglückes, nahm an den Protesten vor dem Kernkraftwerk Sendai teil, was aber offensichtlich ohne Erfolg blieb. 

Nachdem das Kernkraftwerk Sendai nun das erste ist, welches wieder genutzt werden soll, plant die Regierung, die restlichen Reaktoren auf den neuesten Sicherheitsstandard zu bringen, um auch diese wieder zur Erzeugung von Strom nutzen zu können. Dies wird vermutlich weitere Demonstrationen und Proteste seitens der japanischen Bevölkerung zur Folge haben. 

 

Quelle des Fotos: Wikicommons von Kawamoto Takuo

 

Andere interessante Artikel: 

http://de.blastingnews.com/wirtschaft/2015/08/jetzt-in-ol-investieren-hohe-chance-bei-niedrigem-risiko-00503641.html

http://de.blastingnews.com/wirtschaft/2015/08/russland-stockt-goldreserven-auf-als-gabe-es-kein-morgen-00493113.html #Gesundheit #Barack Obama