Das Buch und die Buchverfilmung die als Serie in "The Man in the High Castle" auf Amazon präsentiert wird, zeigt uns auf eine recht gruselige Art, wie anders unsere Welt aussehen würde, hätten die Achsenmächte des zweiten Weltkrieges den Krieg gewonnen. Es ist zwar nicht der Erste Film, der sich mit dem "was wäre wenn ..." Thema beschäftigt, denn schon der Film "Vaterland" nimmt sich diesem Gedankenexperiment an, doch es ist der bislang eindringlichste. 

Alles nur Fiktion denken Sie jetzt, doch weit gefehlt, denn so weit von der Wirklichkeit sind solche Alternativwelten Geschichten aus der Science Fiktion nicht wirklich, denn die moderne Quantentheorie zeigt durchaus auf, dass solche Universen, wo solche grauenvolle Wirklichkeiten existieren, im Bereich der Möglichkeiten liegen.

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Mehr noch, es scheint mittlerweile nach Stand der Wissenschaft so, das dies sogar sehr wahrscheinlich ist. Unter diesen Gesichtspunkten ist die Serie auf Amazon, mehr nur als gruselig, sondern einfach nur grauenhaft.  

Im Grunde ist es einfach und schnell erklärt. Das Universum ist nach einer gängigen Quantentheorie multidimensional vorhanden, sprich, für jede Handlung die man vollführt, gibt es multiple "Gegenwerte". Beispiel, nehmen wir einmal an, Sie sitzen in einem Zug von Köln nach Paris, um einen wichtigen Auftrag Ihres Arbeitgebers wahrzunehmen. Entsprechend Ihrer Aufgabe Arbeitgeber - Auftrag - Paris, würde es ein entsprechendes Universum geben, indem Sie zwar mit der gleichen Intension auch auf dem Weg nach Paris wären, aber in diesem Paralleluniversum sitzen Sie nicht in einem Zug, sondern haben von Ihrem Arbeitgeber ein Dienstfahrzeug bekommen.

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Natürlich sind es nicht Sie persönlich, sondern eine Art "Doppelgänger Zwilling ihrer selbst" in einem anderen Universum. Ein Dritter nimmt den Flieger und so fort. Interessant dabei ist, dass Sie für diese Personen auch ein multipler Zwilling sind.

Die fast unendlich Quantenmechanik

Laut der Viele-Welten-Theorie gibt es eine zwar endliche aber dennoch schier unvorstellbar große Anzahl an existierenden Paralleluniversen. Einige ähneln dem Unsrigen bis auf winzige Nanometer oder ein einzelnes Atom, andere würden uns sehr exotisch und fremd erscheinen und andere wiederum, existieren nur für Bruchteile von Sekunden, bevor sie wieder in sich zusammenbrechen.

In einigen die uns gleichen, existieren Ihre "multiplen Zwillinge" und in anderen die uns gleichen, kommen Ihre "multiplen Zwillinge" nicht einmal vor. Diese für uns äußerst bizarre Vorstellung ist eine mögliche logische Konsequenz eines 1935 erdachten Gedankenexperiments des Physikers Erwin Schrödinger, der das Welle-Teilchen Paradoxon der modernen Quantenmechanik auf einfache Weise zu erklären versucht hat.

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Schrödingers Katze

Demnach ist alles Bestehende, Welle und Teilchen zugleich.  Erst wenn ein Beobachter einen Vorgang oder ein Ergebnis misst oder wahrnimmt, dann bricht die Welle zusammen und nimmt jenen Zustand an, indem sich auch der Beobachter befindet. Vor dieser Beobachtung aber, existieren alle möglichen Zustände quasi zugleich und nur der Vorgang der Beobachtung ergibt einen tatsächlichen Zustand. Da auch wir nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind, kommen auch wir in den verschiedensten Ausführungen vor, befinden uns so zusagen in multidimensionale Zustände.

Siehe dazu das erklärende Video.

 

 Die logische Schlussfolgerung lautet für uns, dass unsere Existenz in diesem Universum zwar nicht die beste aller ist, wir aber es auch wesentlich schlimmer hätten erwischen können, indem wir in einer "Wirklichkeit" entsprechend dem des Films, uns hätten wiederfinden können. 

So faszinierend uns die Vorstellung des Multiversums erscheinen mag, so erschreckend und grauenvoll ist die Vorstellung auch, dass es eben auch solche Universen geben könnte, wo sich kranke Psychopathen, die Erde Untertan gemacht haben und den gesamten Planeten nach Art des Buches oder eben jetzt der Serie "The Man in the High Castle", terrorisieren. 

Sind wir also froh, das wir im hier und jetzt leben.

 Bildquelle: Amazon

  #Fernsehserien