Ein System, welches unter anderem von Forschern der University of Maryland entwickelt wurde, soll nun mit Hilfe einer künstlichen Intelligenz Lügen erkennen. Es entstand in Zusammenarbeit mit anderen Universitäten und wurde auf den Namen "DARE" getauft. DARE soll zwar vorerst noch im kleinen Maßstab getestet werden, später jedoch auch in Gerichtsverhandlungen eingesetzt werden. Hintergrund ist, dass Lügen hier massive Auswirkungen haben können, was sich in Zukunft verändern könnte. Das heißt man sollte sich demnächst lieber zweimal überlegen, ob man eine Falschaussage tätigt, da diese mit hoher Wahrscheinlichkeit als solche erkannt wird.

Wie funktioniert das?

Das System beruht auf einer künstlichen Intelligenz, die die Forscher eigens angelernt haben.

Dazu verwendeten sie insgesamt 104 Videos, die bereits im Vorfeld von Wissenschaftlern ausgewertet und bearbeitet wurden. Die Videos zeigen Menschen die sowohl wahrheitsgemäße als auch nicht wahrheitsgemäße Aussagen trafen, wobei sie sich in stark unterschiedlichen Situationen befanden. Anhand dieser Videos ist DARE in der Lage, lediglich mithilfe von Ton und Bild der befragten Person eine Lüge zu enttarnen. Dafür analysiert es minimale Veränderungen in der Stimmlage sowie in den Gesichtszügen, um auf den Wahrheitsgehalt der Aussage zu schließen. Dabei lernt es mit jedem Test dazu und kann somit das Verfahren immer weiter verbessern. In einem Bericht sprechen die Entwickler von einer Innovation, die gute Chancen hat im großen Stil eingesetzt zu werden.

Wie genau arbeitet das System?

Laut eigenen Angaben kann die Richtigkeit der Aussage zu ca.

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92 Prozent genau bestimmt werden, wobei sich dieser Wert weiterhin verbessern kann. Allerdings ist anzumerken, dass das Gerät wesentlich besser als Menschen merkt, wenn man ihm eine Lüge auftischt. Testpersonen erkannten bei 81 Prozent der Erprobungen, ob die Aussage Wahrheitsgemäß ist. Da Forscher jedoch zuversichtlich sind durch weiteres Anlernen die Genauigkeit von DARE in Richtung 100 Prozent Marke zu bewegen, dürfen wir gespannt auf Neuigkeiten aus dem Gebiet warten.

Bleibt nur noch die Frage, ob wir diese Verantwortung wirklich in die Hände, Verzeihung: Schaltkreise, einer Maschine legen wollen. Letztendlich würde das System unter Umständen die Entscheidung des Gerichtes im großen Maße beeinflussen, was bei einer Fehlerquote von (noch) acht Prozent durchaus negativen Einfluss ausüben könnte.