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Vor allem Gamern dürfte das amerikanische Unternehmen #NVIDIA eine bekannter Name sein. Der weltweit größte Hersteller für Grafikkarten, welcher mit einem aktuellen Desktop-Grafikkartenmarktanteil von rund 73 Prozent auftrumpfen kann, wird wohl auch in Zukunft finanziell ordentlich zulegen. Denn neben der Marktdominanz im Bereich der dedizierten Grafikkarten ist NVIDIA auch in Bereichen der künstlichen Intelligenz, Servertechnik, der aufkommenden Virtual Reality und dem autonomen Fahren Vorreiter. Der Anlass für die Euphorie vieler Anleger an der Börse dürfte deshalb auch der von NVIDIA am Mittwoch veröffentlichte Finanzbericht des vierten Quartals 2017 sein.

Bereits im letzten Jahr machte die Grafikkartensparte des Unternehmens rund die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Schenkt man erfahrenen Investoren und Analysten glauben, so wird dieser Aufwärtstrend wohl auch in nächster Zeit so weitergehen. Gründe hierfür liegen unter anderem an dem unerwarteten Massenphänomen des Videospieltitels Player Unknown’s Battlegrounds, welcher sich bis Januar fast 28 Millionen Mal verkaufte. Viele Spieler benötigen aufgrund relativ hoher technischer Anforderungen des Titels neue Hardware, und damit vor allem Grafikkarten, was dem eh schon starken Kurs NVIDIAs im Grafikkartensektor damit weiter ordentlich Aufwind verleiht.

Darüber hinaus spielt NVIDIA auch in die Hände, dass der direkte Konkurrent AMD, welcher mit seiner kürzlich veröffentlichten Grafikkartengeneration Vega nicht den von vielen Spielern erhofften Leistungssprung lieferte und so, zu Freuden NVIDIAs, derzeit noch hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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Mit qualitativ hochwertigen, verlässlichen und zumeist etwas teureren Produkten stieg NVIDIA fast schon zu einer Monopolstellung in Grafikkartenbranche auf. Zu guter Letzt profitiert NVIDIA von dem noch immer anhaltenden Hype um die virtuelle Währung Bitcoin. Denn Grafikkarten bieten neben dem Betreiben von Games auch die Möglichkeit, die virtuelle Währung, wie etwa Bitcoin oder Etherium, zu minen. Dass dieses damalige Nieschendasein der Kryptowährung zu einem globalen Trend mit noch ungeahnten Folgen anwachsen würde, hätte vor einiger Zeit noch kein Experte für möglich gehalten. Die Folge sind, auch jetzt noch, Engpässe bei allen großen Grafikkartenherstellern, welche mit der Produktion dem gestiegenen Bedarf einfach nicht hinterherkommen. Die Folgen dieser Entwicklung lassen sich in jedem Elektronikmarkt und bei jedem Online-Elektronikhändler ausmachen. Denn die Preise aller Grafikkarten sind seitdem regelrecht explodiert, man nehme als Beispiel nur mal das Flaggschiff NVIDIAS für Enthusiasten, die GTX 1080TI, welche seit Mai 2017 im Schnitt um 25 Prozent teurer geworden ist.

NVIDIA kann also nicht nur von dem wachsenden Videospielmarkt profitieren, sondern auch von der zunehmenden Beliebtheit der Kryptowährungen.

Kenner der Szene rechnen damit, dass NVIDIA bereits demnächst seine neue Grafikkartengeneration Volta ankündigen wird. Es ist also davon auszugehen, dass die Umsätze des Unternehmens auch dann noch einmal kräftig zunehmen werden, auch deswegen, weil AMD noch keine konkurrenzfähigen Karten im Portfolio hat. #technik #Gaming