Dass das iPhone X für Apple kein voller Erfolg war, sollte bislang bekannt sein. Der Smartphone-Hersteller musste seine prognostizierten 50 Millionen verkauften Einheiten im ersten Quartal des Jahres 2018 auf 30 Millionen korrigieren und auch Analysten müssen ihre Prognosen nochmals überdenken. Der bekannte Kenner des Unternehmens und Analyst Ming-Chi Kuo korrigierte im Januar diesen Jahres seine Prognose deutlich nach unten. Kuo arbeitet für den taiwanesischen Finanzdienstleister KGI Securities und hat sich weltweit den Ruf als zuverlässigste Quelle für Apple-Gerüchte erarbeitet. Als Gründe für den unbefriedigenden Umsatz beim iPhone X gibt er zum einen den hohen Preis des iPhones an, der mit 1150 Euro für die günstigste Variante deutlich über dem Durchschnitt liegt, zum anderen aber auch das zu kleine Display, das vor allem auf dem chinesischem Markt auf Ablehnung stößt.

In China wolle der Nutzer einen größeren Bildschirm haben.

Von einem zu hohen Preis und einem zu kleinen Display

Im September diesen Jahres stellt Apple die neuen Modelle der iPhone-Serie vor und das Unternehmen soll genau diese zwei Probleme beheben wollen. Kuo erwartet neben einer Neuauflage des iPhone X eine größere Variante des Smartphones als „iPhone X Plus“ und ein deutlich günstigeres Modell mit einem 6,1 Zoll großem LCD-Display. Der Analyst geht davon aus, dass die billigste Variante in Zukunft bereits für 550 Dollar auf dem amerikanischen Markt zu erwerben sei. Dies wäre für Apple-Verhältnisse ungewöhnlich günstig. Im Vergleich kostet ein iPhone 8 derzeit im Handel 150 Dollar mehr, ein iPhone X wäre zurzeit um satte 600 Dollar teurer. Das "iPhone X Plus" komme nach Kuo mit einem 6,5 Zoll breiten OLCD-Display.

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iPhone X mit Dual-SIM?

Vor allem in Schwellenländern könne Apple mit dieser Strategie seinen Umsatz um ein gutes Stück steigern. Des Weiteren ist es für Kuo denkbar, dass Modelle der nächsten iPhone-Generation die Funktion bereitstellen, zwei SIM-Karten gleichzeitig zu nutzen. Dies sei vor allem auf dem asiatischem Markt gefragt. Kuo antizipiert, dass es entsprechende Modelle nicht nur bei den günstigen Ablegern des iPhone X geben wird, sondern auch beim "iPhone X Plus" gegen einen Aufpreis von 100 Dollarn geben solle. Fraglich ist allerdings nur, ob die Dual-SIM-Funktion bis nach Deutschland durchsickern wird, da es meist zu Problemen mit den Mobilfunkanbietern kommt.