Nach dem die Online-Videothek Maxdome ohnehin schon unter der Konkurrenz von Netflix und Amazon Video zu leiden hat, kommt zu allem Übel der Vorwurf der Diskriminierung an Schwule und Lesben dazu. Maxdome hat nämlich die Verträge mit sogenannten Content-Lieferanten gekündigt. Diese erteilen Lizenzen für Filme aus der Rubrik "Queer". Darunter fallen Dramen mit schwuler, lesbischer, bisexueller, transsexueller und queerer Thematik. Mit solchen Streifen ist nun Schluss auf Maxdome. Die Szene tobt vor Wut!

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Maxdome hat geschwindelt

Erotische Dramen, französische Filme über gleichgeschlechtliche Liebe sowie Arthouse-Produktionen aus dem Bereich werde es nur noch vereinzelt bei Maxdome geben. Die Schwulen- und Lesbenszene unterstellt dem Streaminganbieter in den sozialen Netzwerken Diskriminierung. Tatsächlich hat Maxdome klammheimlich im letzten Monat fast alle homosexuellen Inhalte von der Plattform geschmissen und schwindelte dabei auch noch. Auf Facebook habe Maxdome zunächst erklärt, man habe die Filme doch nur in andere Rubriken gesteckt. Das stimmte aber nicht, wie nun heraus kam. Die Filme wurden offline gestellt.

Szene aus dem Lesben-Drama: "Blau ist eine warme Farbe" / Foto: Alive AG
Szene aus dem Lesben-Drama: "Blau ist eine warme Farbe" / Foto: Alive AG

Programm wird auf Familien ausgerichtet

Später eierte Maxdome gegenüber den Usern rum, die Löschung der Lesben- und Schwulenfilme habe lizenzrechtliche Gründe. Aber auch das soll nur die halbe Wahrheit gewesen sein. Denn die Lieferanten der Filme waren von der Auflösung der Verträge selber überrascht. Vereinfacht kann man sagen: Maxdome hat einfach die Verträge mit den Verleihern gekündigt und will diese Art von Filme nicht mehr zeigen. Aber warum? Maxdome wolle sein Programm "mehr oder ausschließlich auf Familien ausrichten", so berichtet der Branchendienst dwdl.de und zitiert damit eine interne Quelle.

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Viele Beschwerden: Knickt Maxdome ein?

Seit letztem Monat wurden bereits 450 Filme über Schwule und Lesben offline gestellt und stehen den Abonnenten nicht mehr zur Verfügung. Und das, obwohl die Rubrik "Queer", wo die Filme mit schwulen und lesbischen Hintergrund abrufbar waren, sehr gut angenommen wurde. Maxdome hatte hier auf dem Markt ein Alleinstellungsmerkmal. Kein anderer Anbieter hatte ein solch umfangreiches Angebot. Inzwischen wird berichtet, dass Maxdome wohl zurück rudern wird und in Zukunft beabsichtigt, wieder Filme mit schwul-lesbischen Inhalten auf Abruf anzubieten.

Denn es habe massive Beschwerden auch von Bestandskunden gegeben.

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