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Die 1981 erschienene Rockoper „Juno und Avos“ ist ein eigenartiges Meisterwerk der weltweiten Kunst. Die Vorstellung hat nicht nur das Publikum des heimischen Moskauer „Lenkom“, sondern auch Menschen in Ländern wie Deutschland, den USA, Frankreich, den Niederlanden, Polen, Ungarn, Tschechien, Südkorea und vielen anderen fasziniert.

Der Autor des Textes von „Juno und Avos“ Andrej Wosnessenski erinnerte sich daran, dass „zu den Pariser Vorstellungen die Zuschauer mit den Flugzeugen aus New York, London, Mailand geflogen sind. Paris wurde vom Temperament und dem Talent von Karatschenzow und Schanina fasziniert. Cardin, der gar kein Russisch verstand, hat sich ins Geröchel von Karatschenzow verliebt“.

Der Modeschöpfer Pierre Cardin selbst, der der Theaterproduzent von ausländischen Gastspielen der Vorstellung war, hat einmal ausgerufen: „Geben Sie mir einen Brillanten und er wird mich nicht glücklich machen. Gestatten Sie mir, der Produzent von „Juno und Avos“ zu werden und ich werde glücklich sein! Verstehen Sie?“

Der Aufführung liegt eine echter historischer Hintergrund zugrunde. 1806 hat der russischer Reisende Nikolaj Resanow Kalifornien besucht, wo er der jungen Conchita Argüello, der Tochter des Kommandanten San Franciscos begegnete. Die Geliebten haben sich verlobt, aber bald war Resanow erzwungen, nach Alaska zurückzukehren und sich dann nach Sankt Petersburg zu begeben, wo er die Genehmigung für die Ehe mit einer Katholikin bekommen wollte. Auf dem Weg ist der russische Reisende ernst krank geworden und bald gestorben.

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Conchita wartete noch lange auf ihren Geliebten, den Gerüchten über seinen Tod nicht glaubend. Nur nach Verlauf von dreißig Jahren hat sie die genauen Umstände seines Todes erfahren, wonach sie Nonne im dominikanischen Kloster wurde. Hier hat sie die letzten zwanzig Jahre ihren Lebens verbracht.

Im Sommer 2009 hat in Frankreich auf dem internationalen Festival von Pierre Cardin das Theater von Aleksej Rybnikow die neue Aufführung der Rockoper „Juno und Avos“ vorgestellt, die mit dem grandiosen Erfolg stattgefunden hat. Die volle Autoren-Version von Aleksej Rybnikow ist eine ernste Neuerung im Genre des weltweiten musikalischen Theaters und ist gerufen, die unsprüngliche Idee der Autoren zurückzubringen. In der neuen Version der Oper haben sich die Traditionen der russischen geistigen Musik, die Volksfolklore, die Genres der „städtischen“ Massenmusik mit den bildlichen, ideenreichen und ästhetischen Prioritäten des Komponisten verbunden.

„Juno und Avos“ ist eine Geschichte über die Treue, die Liebe und die Hoffnung, die Sie im April 2018 in Deutschland und der Schweiz sehen können. Die Eintrittskarten erwerben Sie auf der Webseite: europaarts.de