Johnny Hallyday, Frankreichs Rock-Ikone, starb im Alter von 74 Jahren an Lungenkrebs. Schon 2009 lag er für mehrere Tage im künstlichen Koma, musste danach erst wieder sprechen und das Singen lernen, 2010 stand er wieder auf der Bühne, wurde jedoch im selben Jahr noch wegen Darmkrebs operiert, März 2017 dann die nächste Schreckensnachricht für seine Fans, der Rock- und Schlagersänger war an Lungenkrebs erkrankt. In der Nacht auf den 6. Dezember 2017 erlag er den Folgen und starb.

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Frankreichs Multitalent

Hallyday, der mit bürgerlichem Namen Jean-Philippe Smet hieß, war einer der erfolgreichsten Künstler des Landes, verkaufte über 100 Millionen Platten, von denen er einige während seiner Wehrdienstleistung in Deutschland aufnahm, und genoss eine 60-jährige Karriere.

Dies liegt wohl auch daran, dass es Hallyday war, der den Rock'n'Roll nach Frankreich brachte. Sein Vorbild hierfür war und blieb kein geringerer als Elvis Presley. Bei seinen Auftritten waren die Stadien bis auf die letzten Plätze gefüllt [VIDEO]. Doch nicht nur der dem Rock'n'Roll war er gewachsen. Seine Karriere begann mit Schlagern, bevor er endgültig dem Rock verfiel.

Zu dem arbeitete der Franzose auch als Schauspieler. Im deutschen Fernsehen beispielsweise war er im Krimi "David Lansky - L'Enfant américain" von Thierry Jonquet zu sehen.

Seine Kindheit verbrachte Smet bei seiner Tante und ihren Töchtern, mit denen er bereits ab 1994 als "The Hallydays" auf Tanztournee ging. Der Grund hierfür war, dass seine Mutter viel arbeitete und sein Vater, der ebenfalls als Sänger und Schauspieler sowie Tänzer sein Geld verdiente, früh die Familie verlies.

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Seine Mutter konnte sich nicht alleine um ihren Sohn kümmern und schickte ihn zu ihrer Schwester. Später lebte er wieder in Paris. Schon als Teenager verdiente er sein Geld mit dem Singen, in dem er sich in diversen Musikclubs als Pausenfüller betätigte. [VIDEO]

Trauerzug und Beerdigung

Hunderttausend Franzosen waren gekommen, unter ihnen auch Präsident Emmanuel Macron. "Ja, der heutige Dezember-Samstag ist traurig, aber ihr müsst für Johnny da sein, weil Johnny von Beginn an für euch da war." Mit diesen Worten lies Macron die Trauernden noch einmal auf die wundervollen Texte des Sängers zurück blicken "die uns weniger allein fühlen" ließen.

Begraben ist er nicht auf einem der Pariser Friedhöfe, auf denen viele Prominente, wie zum Beispiel die Opernsängerin Maria Callas, liegen, sondern auf der Karibikinsel Saint-Barthélemy wo er sein Anwesen hatte.