Am 19. Dezember 1997, also mehr als fünf Monate später als ursprünglich geplant, lief der Spielfilm "#Titanic", mit den Schauspielern #Leonardo DiCaprio als Jack Dawson und Kate Winslet als Rose DeWitt Bukater in den Hauptrollen, erstmalig in den amerikanischen Kinos.

Die Befürchtungen und die Anspannung aufgrund des finanziellen Ausmaßes der Produktionskosten, die sich von geplanten 150 Millionen US-Dollar auf über 200 Millionen US-Dollar steigerten und somit die komplette Filmplanung zu einem riskanten Projekt machten, sollten sich schon bald legen.

Die Geschichte der Jungfernfahrt der RMS Titanic im Jahr 1912, welche von #James Cameron, der zugleich Regie-, Produktions- und Drehbucharbeiten übernahm, 1997 zurück in lebendige Erinnerung gewandelt wurde, lockte allein in den Vereinigten Staaten mehr als 130,9 Millionen und in Deutschland mehr als 18 Millionen Zuschauer in die Kinos und pulverisierte somit alle bis dahin gegoltenen Kassenrekorde.

Bei der Oscar Verleihung 1998 räumte der 195-minütige Spielfilm 11 Oscars ab, darunter allein fünf für den "besten Film".

Großes Kino in vieldimensionaler Hinsicht

Anfang der 1990er Jahre rückte die Titanic in James Camerons Blickfeld. Dieser interessierte sich schon länger für Wracks und so fand er die ideale Inspiration in der tragischen Geschichte des Passagierschiffes, welches als "unsinkbar" galt.

"Eine bessere Geschichte hätte man gar nicht schreiben können: Die Gegenüberstellung von Arm und Reich, die gesellschaftlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau, die bis zum letzen Augenblick Gültigkeit hatten, die stoische Gelassenheit und das ehrbare Verhalten einer Epoche, die längst untergegangen ist, der Prunk des großartigen Schiffes, das sich nur mit der Tollheit jener Männer, die es wie besessen durch die Dunkelheit trieben, messen lässt.

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Und vor allem die Lehre, die wir daraus ziehen: Dass das Leben ein Wagnis ist, die Zukunft unbekannt... dass das Undenkbare möglich ist." - James Cameron

Dem Regisseur gelang es in vielerlei Auffassung die Zuschauer durch sein Meisterwerk zu packen. Bei der Produktion setze er vor allem auf visuelle Aspekte. So wurde beispielsweise besonders Wert darauf gelegt, dass die "Passagiere" an Bord eine der Zeit entsprechende Garderobe tragen und Kostüme klassenspezifisch realistisch aussahen.

Ebenso fällt dem Realitätsbezug ins Gewicht, dass das Schiff im Film dem Origial "Titanic" nahezu 1:1 nachgebaut wurde und das echte Wrack der Titanic in seinem Tiefseegrab gefilmt wurde.

Eine weitere Dimension ist, dass sich auf visueller und emotionaler Ebene die wechselnde Farbgebung von Rot und Blau, welche in dem Film dominieren und somit den Kontrast zwischen Wärme und Kälte, Liebe und Hass, Satisfaktion und Sehnsucht verschärfen, widerspiegelt.

Balancieren zwischen Liebe und Katastrophe

Das Schwanken zwischen Innigkeit und Distanz gelang Cameron so hervorragend, indem er zwei fiktive Charaktere aus unterschiedlichen sozialen Klassen aufeinander treffen ließ und diese als liebende Protagonisten zum persönlichen Empfingungspol der Zuschauer machte.

Die Liebe zwischen Rose DeWitt Bukater und Jack Dawson hält den Film während seiner Laufzeit am Leben und sorgt für das fesselnde Mifiebern.

Rose, die die Probleme trägt und durch diese unglücklich ist; Cal, der Antagonist, der die Probleme verkörpert und Jack, der die Probleme von Rose lösen will. Emotionalität, Zwänge einer Gesellschaft und Streben nach einem erfüllten Leben werden zum Einklang, welcher ein tragisches Ende findet.

Das tragische Ende

Dadurch, dass bereits zu Beginn des Filmes die 101- jährige Rose zu sehen ist und deren Erzählung die Handlung als Rückblick lebendig werden lässt, weiß sich der Zuschauer während des Filmes in Sicherheit, dass die Protagonistin überlebt. Jedoch ist das Ende nicht weniger tragisch, da der charismatische Jack am Ende seinen Tod im eiskalten Wasser findet, nachdem die Titanic mit einem Eisberg kollidierte und vom Atlantik verschlungen wurde. Zuvor konnte sich Rose auf ein treibendes Holz retten, auf welches auch Jack versuchte zu gelangen. Jedoch brach er es nach einem kurzen Fehlversuch ab und schien sich seinem Schicksal hinzugeben. Hätte er nicht doch noch auf dem treibenden Holz neben Rose Platz gefunden? Dies ist wohl eine der meist diskutierten Fragen der Filmgeschichte. Drei australische Schülerinnen, welche sich näher damit beschäftigt haben, fanden sogar eine rechnerisch physikalische Antwort darauf: Jack hätte überleben können. Hätten Rose und Jack ihre Rettungswesten unter das Holz gelegt, hätte dieses beide getragen und die Geschichte hätte für das Liebespaar, den Umständen entsprechend, ein Happy End finden können.

James Cameron äußerte sich gut 20 Jahre nach der Veröffentlichung des Kultfilms und kommt diesmal auf die Kritik des "vermeidbaren Todes" von Jack zu sprechen: "Schaut mal, es ist doch ganz, ganz einfach: du liest Seite 147 des Drehbuchs und das steht, 'Jack verlässt das Brett und lässt ihr Platz, damit sie überleben kann'. So einfach ist das."

Jack hätte genau so gut anders den Tod finden können, er hätte beispielsweise von einem herum geschleuderten Bauteil getroffen werden können. Für die Handlung war es wichtig, dass es stirbt, denn so erreicht die Handlung den Zuschauer, der die Figur Jack Dawson während des Filmes kennengelernt und in sein Herz geschlossen hat, persönlich emotionaler.

Und genau dieses tragische Ende macht Camerons "Titanic" doch so einprägsam und gefühlsintensiv, was jeden, der den Film gesehen, hat allein bei der Melodie des Titelsongs "My Heart Will Go On", gesungen von Celine Dion und komponiert von James Horner, melancholisch werden lässt.

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