2017 hat sich in Sachen Anime-Produktion nichts geändert, was im Klartext bedeutet, dass jede Menge neuer Anime-Filme und -Serien das Licht der Welt erblickt haben. Bei einem solch reichhaltigen Angebot kann man nicht nur den Überblick verlieren, sondern auch seine wertvolle Lebenszeit in den Abfluss schütten. Sich durch alle schlechten bis mittelmäßigen Werke zu quälen, um die wenigen Perlen zu entdecken, scheint den Aufwand oftmals nicht wert.

Um euch dieses Schicksal zu ersparen findet ihr hier die fünf besten Anime-Filme, die im Jahr 2017 veröffentlicht wurden.

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Dabei wurden Web-Veröffentlichungen und reine OVAs zu Serien ausgenommen, ansonsten wäre diese Liste ins Uferlose ausgeartet. Nun aber viel Spaß mit unserer Top 5 der besten Anime-Filme 2017.

I. "Ancien und das magische Königreich"

Hierbei handelt es sich um ein fanatsievolles Drama von Kenji Kamiyama, dem Regisseur hinter Produktionen wie "009 Re: Cyborg" und "Ghost In The Shell: Stand Alone Complex - Solid State Society". Sein neuestes Werk begleitet die junge Protagonistin Kokone Morikawa auf ihren Abenteuern der narkoleptischen Sorte.

Statt sich großartig um ihre Uni-Prüfungen zu kümmern, nutzt das Mädchen lieber ihre Fähigkeit aus, überall und zu jeder Zeit einschlafen zu können. Hat sie dies erreicht, taucht sie in ein außergewöhnliches Königreich ein, in welchem sie nicht nur einer Prinzessin begegnet, sondern auch merkwürdige Maschinen gegeneinander kämpfen sieht. Kaum wird der jungen Dame klar, dass die Ereignisse ihrer ziemlich realen Fantasiewelt mit der Wirklichkeit verbunden sind ...

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"Ancien und das magische Königreich" ist nicht unbedingt ein außergewöhnlich guter, dafür ein fantasievoller, verspielter Film. Das im Original als "Hirune Hime: Shiranai Watashi No Monogatari" bekannte Drama brilliert vor allen Dingen durch einen geschickten Aufbau und dem Talent, Fantasie und Realität miteinander zu verknüpfen.

II. "Blame!"

Dieser Film basiert auf der gleichnamigen Mangareihe von Mangaka Tsutomu Nihei und erzählt die Geschichte noch einmal neu. In einer dystopischen Zukunft bevölkern merkwürdige Lebewesen die Welt, die aus verschiedenen Materialien zu bestehen scheinen. Immer auf der Suche nach gesunden Genen, Menschen, die mittlerweile als Illegale eingestuft wurden.

Der schweigsame Held Killy befindet sich auf einer ganz ähnlichen Suche, umgeben von wenigen Überlebenden, von denen er nicht weiß, ob er ihnen trauen kann oder nicht. Er selbst beherbergt vielleicht die letzte Hoffnung der Menschheit.

Die Geschichte von "Blame!" ist äußerst spannend, der Erzählstil professionell.

Das größte Problem liegt in der grafischen Darstellung, die äußerst schlicht, detailarm gehalten wurde (Stichwort: "Knights of the Shidonia"); sicherlich kann es einige Zeit kosten sich daran zu gewöhnen. Tatsächlich passt der visuelle Stil jedoch sehr gut zum Setting, trägt zu nicht unwichtigen Teilen zur Atmosphäre bei.

III. "Pokémon: Der Film - Du bist dran!"

Seht "Pokémon: Der Film - Du bist dran!" wie die ersten Editionen der Spielreihe auf dem GameBoy. Da gab es bei uns in Europa die Rote und die Blaue Edition und einige Zeit später - für solche, die einfach nicht genug bekommen konnten - auch noch die Gelbe. Bei diesem Anime-Film ist es ganz ähnlich, entsprechend richtet sich der Plot an den harten Fankern sowie vor allem an ein jüngeres Publikum. Solche, die mit der bekannten Geschichte vielleicht noch nicht vertraut sind.

Wie schon in der Serie macht sich auch hier Ash Ketchum auf den Weg, der beste Pokémon-Trainer der ganzen Welt zu werden. Doch in diesem Werk begegnet er nicht Misty und Rocko, sondern schlägt ein völlig neues Abenteuer ein. Dabei stehen ihm seine Freunde Verena und Konstantin zur Seite, er löst das Rätsel um die Buntschwinge und kommt dem legendären Pokémon Ho-Oh so nahe, wie noch nie ein Trainer zuvor.

IV. "Godzilla: Planet der Monster"

Hierbei handelt es sich um den offiziellen 32. Godzilla-Film des Franchise, entstanden unter der Regie von Kōbun Shizuno, exklusiv für den VoD-Sender Netflix. In dieser Version der Geschichte musste die Menschheit vom Planeten Erde fliehen, um der gigantischen Echse und ihrem Zerstörungswahn zu entkommen. In den Weiten des Alls hoffen sie eine Heimat zu finden, bevor die Nahrungsreserven aufgebraucht sind.

Lange Rede, kurzer Sinn: die Mission ist ein Fehlschlag, die Reise zurück zur Erde die letzte verbliebene Option. Doch dort sind viel mehr Jahre vergangen als im Raumschiff und niemand weiß, ob Godzilla nicht vielleicht noch immer am Leben ist.

Starke Charaktere und eine durchaus ausgeprägte Geschichte sprechen für diese Produktion. Im Gegenzug braucht ihr jedoch keine Überraschungen zu erwarten. Unnötige Längen in der Geschichte werden durch ein erwartungsgemäß befriedigendes Ende entschuldigt.

V. "Trinity Seven: Eternity Library & Alchemic Girl"

Fans der Anime-Serie "Trinity Seven" warten schon seit 2014 auf neue Lebenszeichen dieser Actionkomödie, mit "Eternity Library" erhalten sie endlich einen würdigen Abschluss der ersten Staffel und eine großartige Ankündigung für die Zukunft des Franchise.

Die Geschichte des Films setzt am Ende der ersten Staffel an. Arata Kasuga lebt noch immer kein einfaches Leben, doch das Unglück kommt ja bekanntlich immer im Doppelpack. So berührt der junge Held versehentlich das Grimoire "Hermes Apocrypha" und beschwört damit ein kleines Mädchen namens Lilim, die felsenfest davon überzeugt ist, dass Arata und Lilith ihre Eltern sind.

Im Stil der Serie, mit eigenständiger Geschichte und Ideen, die dem Werk ein gewisses Alleinstellungsmerkmal verleihen. Für Fans der Serie ein perfektes Bindeglied zwischen Staffel 1 und 2. Neueinsteiger sollten sich bei Interesse zuerst der originalen Actionkomödie widmen, da "Eternity Library & Alchemic Girl" auf fehlendes Hintergrundwissen keinerlei Rücksicht nimmt.