Am Freitag, 2. März, um 14 Uhr sollte am Kölner Landgericht der große Showdown beginnen. Die Presse stand schon in den Startlöchern. Schließlich hatte es in dem letzten Jahr so viele Schlagzeilen um Boris Becker und seine Finanzen gegeben. Viele erhofften sich jetzt Aufklärung, was an den Gerüchten nun genau dran ist.

Mitten in dem Schlagzeilen-Trubel um die Pleitegerüchte 2017 bestätigte im letzten Jahr das Kölner Landgericht, dass Boris Becker seinen ehemaligen Manager verklagt habe. Zwischen den beiden habe es einen mündlichen Vertrag gegeben, diesen soll der Ex-Manager aus Boris' Sicht nicht eingehalten haben. Es heißt, dass vereinbarte Gelder nicht an Boris geflossen sein sollen.

Der Streitwert betrage aus der Sicht von Boris Becker 100 000 Euro.

Persönliches Erscheinen Pflicht

Das Kölner Landgericht hatte den 19. Januar diesen Jahres einen Termin zur mündlichen Verhandlung festgesetzt und persönliches Erscheinen der Beteiligten angeordnet. Das nun wieder war nicht im Sinne von Boris Becker, der wohl davon ausgegangen war, dass das Erscheinen seines Anwalts ausreichend sei. Laut SPIEGEL erklärte der Anwalt, dass es zunächst nur um "eine Auskunft über die vermittelten Verträge" gehe. Boris Becker könne nicht persönlich vor Gericht erscheinen, weil er am 19. Januar in Australien bei dem Grand-Slam-Turnier "Australien Open" sei.

Damit gab sich das Kölner Landgericht allerdings nicht zufrieden. Bei einem Streit über mündliche Verträge ist es auch schwer vorstellbar, wie dieses Thema ohne Anwesenheit der Beteiligten verhandelt werden soll.

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Ein neuer Termin wurde festgelegt. Am 2. März sollte nun endlich verhandelt werden.

Hat Boris Becker das geforderte persönliche Erscheinen abgeschreckt? Fest steht, dass Boris Becker die Klage einen Tag vorher, also am 1. März zurückgezogen hat.

Das Finanzchaos

Angesichts der angeblichen Forderungen in zweistelliger Millionenhöhe dürften die 100 000 Euro für Becker allerdings auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. Selbst seine riesige Finca auf Mallorca soll nicht ausreichen, um die Schuldner zu befriedigen. Auf der anderen Seite werden immer wieder Gerüchte laut, dass Becker versuche zu tricksen. So gab es viel Trubel um seine Pokale, die angeblich verschwunden sind. Auch soll Boris Becker bei der ZDF-Sendung "Bares für Rares" einen bestimmten Wimbledon-Tennisschläger verkauft haben. Angeblich soll Boris dem Händler aber hinterher den falschen Tennisschläger übergeben haben. Dazu wurde angezweifelt, ob Becker die eingenommene Summe wirklich für einen guten Zweck gespendet habe.

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