2017 war ein gutes Jahr für Horror-Fans - unter anderem dank der Veröffentlichung von Filmen wie "Es" oder Annabelle. Diese Filme und die Regisseure, die dahinter stecken, haben wie kein anderer unsere Gehirne durcheinander gebracht und uns mit ihrer spannenden und unvorstellbar verstörenden Handlung Angst eingeflößt.

Und es sieht so aus, als ob 2018 diesen Trend fortsetzen wird. Tatsächlich wird es noch seltsamer, bizarrer und beängstigender sein als im Vorjahr, denn die Regisseure lassen jetzt nichts unversucht um das Horror-Genre auf ein neues Level zu heben. Diejenigen, die bereits glaubten, dass "Insidious" in diesem Jahr der furchterregendste Film sein wird, haben bisher wohl noch nichts von "Hereditary" (frei übersetzt: Erblich) gehört.

Horror ist eines der kniffligsten Genres, mit dem man spielen kann. Im Gegensatz zu anderen Genres profitieren Horrorfilme von der kollektiven Angst, die sie im Publikum auslösen und kein Horrorfilm wird jemals zum Publikumsliebling werden, dem es nicht gelingt, seine Zuschauer von ihren Sitzen springen zu lassen, oder ihnen nach Ende des Films eine schlaflose Nacht (oder mehrere) zu bereiten. Und Ari Asters Regiedebüt "Hereditary" deutet darauf hin, genau das zu erreichen.

Nachdem es kürzlich auf dem Sundance Film Festival uraufgeführt wurde, haben Filmexperten und Publikum, die im Kino eine Vorabversion sehen konnten, einstimmig "Hereditary" als den "gruseligsten Horrorfilm seit Jahren" bezeichnet.

Hereditary wird von A24 produziert, der Produktionsfirma, die uns schon früher Filme wie "Green Room" oder "The Witch" beschert hat.

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Verstörend, aber mit Substanz

"Hereditary" dreht sich um das Leben einer Familie und ein mysteriöses Erbe, dass sie einholt, nachdem die Matriarchin der Familie verstorben ist. Toni Collette spielt Annie Graham, die nach dem Tod ihrer Mutter Ellen in einem Schockzustand ist. Nachdem die Familie in Ellens Haus eingezogen ist, beginnen seltsame und unheimliche Dinge mit der Familie zu geschehen und sie beginnen, kryptische und schrecklich dunkle Geheimnisse über ihre Herkunft zu entschlüsseln. Daher der Subtitel des Films:"Jede Familie verbirgt ein Geheimnis".

Aster hat einen großartigen Film abgeliefert, der nicht nur für Albträume sorgt, sondern auch für einen Horror-Film eine erstaunliche Substanz hat: Die auf der Oberfläche schon verstörenden Ereignisse und Geistererscheinungen verweisen auf unausgesprochene Vorwürfe und Traumata, die es wohl in vielen Familien gibt und diese immer wieder heimsuchen – wie Geister.

Der Film wird voraussichtlich im Sommer 2018 in die deutschen Kinos kommen – bis dahin können sich Horror-Fans schon mit dem jetzt veröffentlichten Trailer ein erstes Bild machen: