Trennung

Das Leben geht mit der Zeit. Auf dem Weg von der Geburt zum Tod lernen wir viele Menschen kennen und es scheiden auch immer wieder Menschen aus unserem Leben. Menschen verlassen uns, sei es durch Tod oder durch trennung. Jeder kennt den Schmerz des Abschieds, aber was genau betrauern wir? Denjenigen, der von uns geht oder uns selber?

Ob nun Todesfall oder die Trennung eines Partners, wir betrauern uns selber und lösen uns in Selbstmitleid auf. Der andere, der einen verlässt, spürt recht wenig davon. Ein Toter ist erlöst von dieser Erde und fühlt nichts mehr - weder Trauer, noch Schmerz.

Trennungstrauer als Egoismus

Ein Partner, der die Koffer gepackt hat, tut dies auch nicht grundlos.

Also gilt die Trauer uns selbst, die zurückbleiben. Denken viele an die vermeidlich schönen Zeiten zusammen oder an die nun fehlende Zeit, da vieles Geplantes noch nicht miteinander realisiert wurde. Doch ob diese Zeiten für einen Partner auch so schön waren, sei dahingestellt. Wäre es so, gäbe es keinerlei Gründe, um einen anderen zu verlassen. Daran sehen wir unseren Egoismus. Wir sind zu sehr auf uns bezogen und erwarten, dass der andere genauso denkt und fühlt wie wir.

Alles hat ein Ende

Wir sollten uns darüber im Klaren sein, dass zu unserem Leben das Kommen und Gehen anderer Menschen gehört und dass diese Menschen Individuen sind, die eigenständig denken, handeln und fühlen. Nichts ist für eine Ewigkeit und endet in irgendeinem Augenblick. Deswegen ist es wichtig die Zeit mit dem Partner zu genießen.

Top Videos des Tages

Zeit ist der Schlüssel des Lebens. Wir leben das Präsente durch unsere Vergangenheit und die Zukunft durch das Präsente. So hangeln wir uns bis zum Ende unseres Lebens, bis hin zu unseren Tod. Wenn wir nicht anfangen die Zeit zu schätzen und sie verschleudern, geht es auf Kosten der Lebensqualität. Ein Teil der Lebensqualität ist die Partnerschaft. Dabei dürfen wir unser Glücklichsein nie von einer anderen Person abhängig machen, sondern die andere Person lediglich als Katalysator für unser Glücklichsein sehen.

Wenn wir die Trauer einer Trennung nicht als egoistische Handlung sehen und meinen von einer anderen Person sentimental abhängig zu sein, kann dies schwerwiegende Folgen haben und die Trauer kann im schlimmsten Fall in eine Depression umschlagen. Wie wir den Tod akzeptieren müssen, sollten wir lernen zu akzeptieren, dass Partner nur Begleiter eines Lebensabschnittes sein können, aber nicht unbedingt müssen.