Dragonball Super hat nach 131 Folgen vorerst sein Ende gefunden und wir warten sehnlichst auf die Fortsetzung der von Toei Animation produzierten Animeserie. Insgesamt dürfte man sich einig sein, dass ein Großteil der Dragonball-Fans zufrieden mit dem bisherigen Verlauf von Dragonball Super waren, aber dennoch gibt es einige Punkte, die unter den Fans heiß diskutiert und kritisiert werden:

1. Recycelte Szenen

Unter recycelten Szenen versteht man das erneute Verwenden der gleichen Szene in einer anderen Episode oder in einem anderen Geschehen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Freezers Verwandlung in seine Golden-Freezer Form, wer diese Szene zum ersten Mal gesehen hat, der feierte sie, doch die Verwandlung wurde 1:1 wieder und wieder verwendet und das in voller Länge.

Es gibt insgesamt einige Szenen, die vor allem gegen Ende des Animes kopiert und wiederverwertet wurden, dies dürfte nur den besonders aufmerksamen Zuschauern aufgefallen sein (zum Beispiel in Episode 97). Doch warum macht Toei-Animation das? Erklären lässt sich das mit Kosten- und auch Zeitgründen, Dragonball Super unterlag einem straffen Zeitprogramm. Wer sich mit der Produktion von Animes beschäftigt hat, der weiß, dass das Erstellen einer guten Folge sehr viel Zeit und Arbeit in Anspruch nimmt und auch viel kostet. Um diese Kosten im Rahmen zu halten, werden gute Szenen folgenunabhängig mehrmals verwendet. Sind euch die wiederverwerteten Szenen überhaupt aufgefallen und haben sie euch gestört?

2. Animation-Fails

Ein zweiter Kritikpunkt vieler Fans waren die Animation-Fails der von Toei-Animations produzierten Serie.

Top Videos des Tages

Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist Episode 5, die schlichtweg schlecht und mit wenig Aufwand gezeichnet wurde. Die Kämpfe waren unkreativ und Son-Gokus Gesicht glich einer Kinderzeichnung. Der aufmerksame Anime-Zuschauer erinnert sich an die ersten kritischen Stimmen, die Dragonball-Super nach dieser Folge die Existenzberechtigung abgesprochen haben. Umso erfreulicher ist es, dass Akira Toriyama höchstpersönlich sich daraufhin in dem Dragonball 30th Anniversary Book zu Wort meldete und Toei-Animations für die schlechten Animationen kritisierte. Zwar war die bereits vorproduzierte Battle of Gods Saga nicht mehr zu retten, die zukünftigen Animationen überzeugen jedoch: Im weiteren Verlauf der Serie verbesserten sich die Zeichnungen durch die Arbeit von Animatoren wie Yuya Takahashi, Naotoshi Shida, Kenji Miuma oder Futoshi Higashide stetig und erfüllten Fan-Herzen. Wir finden, dass diese Personen sehr viel mehr Respekt verdienen, denn sie retteten Dragonball Super nach Episode 5 und sind für die genialen Zeichnungen in der Universe-Survival-Saga verantwortlich.

3. Keine angemessene Gewichtung der Charaktere

Ein dritter Kritikpunkt war die mangelnde Gewichtung der Charaktere, dies ist ein unter Fans besonders umstrittenes Thema, da jeder seinen eigenen Lieblingscharakter hat und dementsprechend möchte, dass dieser viel Screentime bekommt. Kritisiert wurde vor allem, dass Dragonball Super zu viel Fokus auf Charaktere wie Goku oder Vegeta nehme (falscher Fanservice) und dabei andere Charaktere zu sehr in den Schatten stelle, so zum Beispiel Gohan, Trunks, Goten oder Piccolo, die in Dragonball Z mehr zur Geltung kamen. Hiezu kann gesagt werden, dass Son-Goku und Vegeta in DBZ durchaus ihre Momente hatten, aber dennoch kein anderer Charakter zu kurz kommen musste. Außerdem war Dragonball vor allem in DBZ kein Anime, der sich nur auf Goku fokussierte, was womöglich zu verstehen gibt, warum viele Fans ihre Lieblingscharaktere vermissen.

Schlussendlich sind wir der Meinung, dass Kritik zwar durchaus angebracht sein kann, wir aber nicht vergessen dürfen, dass Dragonball Super in vielerlei Hinsicht auch eine grandiose Show geboten hat.

Teilt ihr die Meinung einiger Dragonball-Fans, die die oben aufgeführten Punkte kritisieren? Oder habt ihr gar andere Kritik, die ihr üben würdet? Schreibt es in die Kommentare!