So ziemlich jedem sagt der Begriff "Dragonball" etwas, der Anime hält sich nun seit Jahrzehnten ganz oben auf der Weltrangliste der beliebtesten Anime und belegt sogar trotz jahrelanger Abwesenheit den Platz 2 der Weltrangliste, wenn es um die meisten Manga-Verkäufe geht. Zudem ist der Absatz durch Fanartikel, Spiele, Filme u.v.m. ungebrochen hoch und Dragonball Super kommt unglaublich gut bei den meisten Fans an. Überraschend, wenn man bedenkt, dass das Genie hinter diesem Werk den Anime gefühlt unzählige Male enden lassen wollte. Hier die wichtigsten von Akira Toriyama intendierten Enden für das beliebte Franchise und auch einige zähe Gerüchte, die Unwahrheiten sind:

Das große Turnier

Wie alteingesessene Fans wissen, gab es am Anfang keine Saiyajins, keine Götter der Zerstörung und auch keine Engel: Nur Dragon Balls und die galt es zu sammeln.

Toriyama erläuterte in einem Interview, dass die Story maximal ein Jahr laufen sollte und es dabei auch nur um die Suche der Dragonballs gehen würde (I initially thought that I’d end it after they finished collecting the Dragon Balls). Anschließend kam jedoch der große Durchbruch und in Chapter 249 der Weekly Shonen Jump Nr. 49 erklärte der Mangaka, dass Dragonball sogar sein anderes Werk Dr. Slump überholt habe und er überrascht und erschrocken gleichermaßen sei. Damit hätte Dragon Ball ursprünglich nach dem 21. Budokai-Tenkaichi Turnier enden sollen, doch genau hier gewann der zuvor nicht so beliebte Anime große Anerkennung und Beliebtheit. Folglich blieb es nicht nur bei dem Sammeln der Wunschkugeln.

Uranai Baba

Ein weiteres Mal sollte das beliebte Franchise nach der Uranai-Baba Saga ein Ende finden, doch dazu kam es ebenfalls nicht: Auf Nachfrage eines Fans hieß es zunächst, der Manga werde nach 10 Bänden enden (dies wäre zu dem Zeitpunkt die Uranai-Baba Saga gewesen), Toriyama erklärte jedoch, dass er sein Werk bei so viel Unterstützung und Spaß bei seiner Arbeit nicht enden lassen könne.

Umso besser, denn sonst hätten wir viel von diesem Meisterwerk verpasst.

Piccolo-Saga

Besonders zäh hält sich das Gerücht, dass Toriyama Dragonball mit der Piccolo-Saga enden lassen wollte, dabei stimmt das nicht: Auf Nachfrage eines Fans erklärte Toriyama, er habe absolut kein Interesse daran, die Geschichte um Son-Goku enden zu lassen (“another three years is so tedious it makes me shudder, but I intend on probably continuing it for just a little bit more. Look forward to it" - Tankobon Vol. 12 Q&A).

Die Saiyajin-Saga

Und hier kommen wir zu einem besonders interessanten Zeitpunkt, denn man könnte sich durchaus vorstellen, dass Son-Gokus Geschichte mit den Saiyajins [VIDEO] ein Ende gefunden hätte: Kleiner Fun fact am Rande, Toriyama erklärte in einer Stellungnahme hierzu, die Serie hieße "Dragonball Z", um zu verdeutlichen, dass das das Ende des beliebten Franchise sein wird ("“Z is the last letter in the alphabet, right? So, at the time I already really wanted to end the series, and so I made the title ‘Z’ to say ‘Hey, this is the end!'” - Son Goku Densetsu).

Toriyama war zu diesem Zeitpunkt sogar so planlos, dass es zunächst fälschlicherweise hieß, dass Planet Vegeta von einem Meteoriten zerstört wurde, erst später kam die Idee mit Freezer durch. Auch hier wird es wohl die stets wachsende Beliebtheit der Serie gewesen sein, die die Freezer Saga erst möglich machte.

Freezer Saga

Eine große Mehrheit der Fans spekulierte anschließend, dass Freezer [VIDEO] das Werk "Dragonball" vollenden würde, denn zu diesem Zeitpunkt trug der Tyrann den Titel des stärksten Wesens des Universums und hätte durch seinen Tod durch die Hand eines Saiyajins einen würdigen Abschluss für Dragonball bedeutet. Was sollte also noch kommen? Laut vielen Fans sollte Freezer definitiv sterben, doch Dragonball feierte einen so großen Erfolg, dass Toriyamas Chef Druck auf ihn ausübte, weshalb Freezer durch eine mehr oder weniger kreative Idee scheinbar doch noch am Leben war und die Cell-Saga beginnen konnte: Das ist aber so nie von Akira Toriyama gesagt worden, das vermeintliche Interview ist ein Fake. Jedoch findet sich in einem anderen Interview die Aussage, dass Toriyama - ganz simpel - nach all dem keine Lust hatte, die Serie enden zu lassen ("Still, though, it’s strange that, even after doing so much Dragon Ball, I don’t want to end it yet. Normally, I’m pretty fickle by nature").

Das Fazit

Letztendlich lässt sich sagen, dass Dragonball ganz im Sinne der Story ein Abenteuer war und Akira Toriyama sich am Anfang nicht im entferntesten Sinne vorgestellt hat, dass aus seinem Werk eine solche Erfolgsgeschichte erwächst. Was sagt ihr dazu, seid ihr froh darüber, dass das Werk nicht zu Ende ist? Oder hättet ihr einen der vorherigen Punkte gar als würdigen Abschluss eingestuft?