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Eine Große der Bühne weilt nun nicht mehr unter uns. Der gefeierte Star der DDR Juliane Korén ist tot. Die 1951 in Weimar geborene Schauspielerin Juliane Korén starb im Alter von 67 Jahren in Berlin. Die traurige Nachricht wurde vom Deutschen Schauspielhaus Hamburg bestätigt. Die Hamburger Intendantin Karin Beier teilte mit: "Dass diese so liebenswerte, mutige, sensible und weise Künstlerin nun nicht mehr bei uns sein wird, ist eine Nachricht, die uns zutiefst traurig macht. Nicht zuletzt mit ihrem letzten großen Monolog in "Trilliarden", einem Monolog über das Sterben, wird sie uns in Erinnerung bleiben“.

Ein Leben aus der Schauspielerei und für die Schauspielerei

Beide Eltern von Juliane, Mutter Elsa Korén und Vater Hans Klering waren Schauspieler.

Auch ihre Halbschwester, Helga Korén war Schauspielerin. Nur der Halbbruder aus der ersten Ehe ihres Vaters fühlte sich nicht zu der Bühne hingezogen. Sehr klein fing Juliane ihre Bühnenlaufbahn an. Schon im Alter von vier Jahren war sie Teil des Bürgerkriegsdrama „Mich dürstet“ von Karl Paryla. Dem folgten weitere Kinderrollen.

Eine Große der Bühnen ist von uns gegangen

Mit dem Tod von Juliane Korén hat Deutschland eine der beliebtesten Schauspielerinnen verloren. Korén erlang einen Diplomabschluss als geprüfte Bühnendarstellerin nachdem sie ein Schauspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin absolviert hatte. Gleich nach der Wende zog Korén nach Bochum ins Schauspielhaus. Das Theaterhaus Stuttgart hatte sie dann im Ensemble bevor Juliane mit dem damaligen Intendanten Friedrich Schirmer nach Hamburg ins Theaterhaus mitzog.

Großer Durchbruch gelang mit Dornröschen

Nach der unverwechselbaren schauspielerischen Leistung in ihrer Rolle als Dornröschen in dem DDR-Märchenfilm wurde Juliane Korén im Jahr 1971 in die Spitze der deutschen Bühnenkunst katapultiert. Die Fans in der DDR feierten sie als Ikone. Nach dem Film „Meine Schwester Tilli“ (1972) wurde sie definitiv zum absoluten Publikumsliebling. Ihre Karriere ist unvergleichbar. Sie spielte in über 20 Filmen der Filmindustrie der DDR mit. Darunter bei Egon Günthers Film „Die Leiden des jungen Werthers“ (1976) und auch in der Bühnenverfilmung von „Das Tagebuch der Anne Frank“ (1982). Zwischen den Jahren 2005 und 2013 gehörte Juliane Kóren zum Ensemble des Hamburger Theaters. In den letzten Jahren kehrte sie auf die Hamburger Bühne als Gast zurück.