Jürgen Marcus gestorben

Mitte Mai starb im Alter von 69 Jahren der Schlagersänger Jürgen Marcus in München. Dies teilte sein Manager und Lebensgefährte Nikolaus Fischer am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur mit. Der Sänger litt seit 2002 an der chronischen Lungenkrankheit COPD, woran er in seiner Wohnung gestorben ist. Seit mehr als 20 Jahren war er mit seinem Lebensgefährten Fischer liiert.

Jürgen Marcus

Jürgen Marcus wurde am 6. Juni 1948 in Herne geboren und hatte den Zenit seines Erfolges vor allem in den 1970-er Jahren.

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Zu seinen bekanntesten Liedern gehörten unter anderem „Ein Lied zieht hinaus in die Welt", „Ein Festival der Liebe“ oder „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“.

Nach seiner Schulzeit absolvierte Marcus eine Lehre zum Betriebsschlosser.

Danach sang er in diversen Amateur-Beatbands. Im 1967 gewann er das European-Festival in Brüssel. Nach weiteren Erfolgen bei lokalen Beat-Festivals bekam er 1969 die Rolle des „Claude“ in der deutschen Musical-Aufführung „Hair“. Vom Erfolgsproduzenten Jack White unter Vertrag genommen, begann nun der Erfolg seiner Solo-Karriere. Nach einigen bekannten Liedern kam der absolute Durchbruch 1972 mit dem Hit „Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben“ der sich 15 Wochen lang in den deutschen Top Ten hielt und sogar auf Platz 2 der Charts schoss.

Bei der ZDF-Hitparade war er schon fast Dauergast und wurde mit Auszeichnungen überhäuft. Ab 1979 gingen der Sänger und sein Produzent getrennte Wege. Die danach oft wechselnden Produzenten konnten Jürgen Marcus keinen Erfolg in der Größenordnung, wie er sie früher hatte, sichern.

Meistens zog er mit seinen alten bekannten Schlagern aus den 70er Jahren durch das Land. Als erster größerer Schlagerstar outete er sich 1991. Er bekannte sich öffentlich zu seiner Homosexualität und war seit 1995 mit seinem Partner Nikolaus Fischer zusammen, mit dem er gemeinsam in München wohnte. Seit 2012 mied der Sänger wegen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung die Öffentlichkeit.

Die Krankheit

Die chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) ist ein Sammelbegriff einer Lungenerkrankung mit eingeschränkter Atemstromstärke oder erhöhtem Atemwegswiderstand. Dabei kann es bei Belastung zu Husten, Atemnot oder Auswurf kommen. Nach Schätzungen sind in Deutschland etwa drei bis fünf Millionen Menschen daran erkrankt. COPD gehört zu einer der zehn häufigsten zum Tod führenden Krankheiten. Die sogenannte Raucherlunge und der Raucherhusten ist für die COPD das Hauptsymptom. Ursachen können sein: die Ernährung, Rauchen, Vererbung, Infektion, Umweltbelastung oder berufliche Belastung.