Sie spielte in Filmen wie "Durchbruch Lok 234" und in der Serie "Unser Charly". Außerdem war sie in Downhill, Der letzte Zeuge, im Tatort, im Großstadtrevier und in "Ein Fall für zwei" mit von der Partie. Nächsten Monat wäre sie 88 Jahre alt geworden und sie war lange Zeit Ensemblemitglied der "Staatlichen Schauspielbühnen Berlin".

Am Montag ist die Schauspielerin Maria Körber im Alter von 87 Jahren verstorben, das sollen ihre Verwandten, laut Welt, offiziell mitgeteilt haben.

Marias Vater hieß Veit Harlan, Maria hat nach der Trennung der Eltern den Namen ihrer Mutter Hilde Körber angenommen. Schauspielunterricht nahm sie am Hebbel-Theater.

1949 durfte sie die Eve im "Zerbrochenen Krug" am Staatstheater Oldenburg spielen. Danach folgten das Theater am Kurfürstendamm, das Nationaltheater Mannheim und verschiedene Staatstheater.

Karriere mit ganz großen Namen

Im Kino erhielt Maria Körber zunächst erst nur kleinere Rollen. Doch eine Rolle sollte besonders wichtig werden und zwar die, in dem Film "Durchbruch Lok 234, indem sie die Ehefrau eines DDR-Flüchtlings spielte.

Den meisten Zuschauern dürfte sie als Großmutter Rosa Bergner in "Unser Charly" wohlbekannt sein. Sie war in den Folgen 1 bis 94 dabei. Maria Körber arbeitete auch für den Hörfunk und die Synchronisation. Sie war die Stimme von den ganz großen amerikanischen Schauspielerinnen wie Debby Reynolds, Leslie Caron, Julie Andrews und Susan Strasberg. In Berlin betrieb sie ein Schauspielstudio.

Die Stimme von Ehemann Joachim Kerzel kennt jeder

In erster Ehe war Maria Körber mit dem Schauspieler Walter Buschoff verheiratet und die beiden haben einen gemeinsamen Sohn. Bis zu ihrem Tod war Maria Körber in zweiter Ehe mit dem Schauspieler und Synchronsprecher Joachim Kerzel verheiratet.

Der trauernde Witwer Joachim Kerzel ist die Stimme von den bekanntesten amerikanischen Charakterdarstellern: Jack Nicholson, Dustin Hofman, Dennis Hopper, Harvey Keitel, Jean Reno und Anthony Hopkins.

Ihre Berufung war der Körber sozusagen mit in die Wiege gelegt. Ihr Vater war der Regisseur Veit Harlan, der durch "Jud Süß" Weltruhm erlangt hat. Marias Mutter Hilde arbeitete ebenfalls als Schauspielerin, auch wenn sie in der Regel nur in Nebenrollen besetzt wurde.

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