Es scheint ein Drama zu sein, welches immer absurdere Formen annimmt: Boris Beckers angebliche Pleite scheint den ehemaligen Tennishelden zu immer seltsamen Reaktionen zu führen. Wie die BILD berichtet, ist ein Prof. Dr. Stephan Welk seit Februar als Berater des Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik tätig. Und laut BILD soll Welk sehr wahrscheinlich seine Doktorarbeit ausgerechnet mit dem Thema "Die diplomatische Immunität eines Diplomaten-Pass-Besitzers" erworben haben. Polizeilich soll Welk laut BILD unter anderem wegen Betrug und Urkundenfälschung bekannt sein. Auch in die Affäre um den ehemaligen Verteidigungsminister Rudolf Scharping soll Welk verwickelt gewesen sein.

Nachtigall, ick hör dir trappsen.

Fest steht, dass Welk kurz nach dem Treffen von Becker und dem Staatspräsidenten der Zentralafrikanischen Republik (ZAR), Faustin Archange Touadéra, in Brüssel fotografiert wurde. Mit auf dem Foto ist Becker und der ZAR-Botschafter. Kurz darauf wurde bekannt, dass Beckers Anwälte wohl mit der angeblichen diplomatischen Immunität ihres Mandanten in sein Insolvenzverfahren eingreifen wollten. Während der ZAR-Außenminister Beckers Diplomatenpass zur Fälschung erklärte. Eine irrwitzige Geschichte mit bizarren Zügen.

Showdown im Diplomaten-Streit?

Boris Becker hatte gerade vor Kameras scheinbar sehr stolz erklärt: "Es ist ein Fakt, dass ich heute Diplomat von Zentralafrika bin." Doch am Donnerstag, 21. Juni, wies ein Präsidentensprecher das angebliche Ernennungsschreiben gegenüber der Deutschen Welle zurück: "Das Schreiben wurde auf Basis eines falschen Dokumentes ausgestellt.

Es ist also nicht gültig." Es gebe kein Dekret des Präsidenten zur Ernennung von Boris Becker: "Der Präsident hat Boris Becker nie einen wie auch immer gearteteten Titel verliehen." Es gebe auch keinen entsprechenden Eintrag im Amtsblatt der ZAR.

Gutes Timing?

Laut der BUNTE hatte Boris Becker einem Freund gerade erst folgende SMS-Nachricht geschickt: "... Gutes Timung für mich. Ich bin Diplomat und genieße auch in London Immunität. Von L lass ich mich nicht erpressen." Was immer er damit gemeint haben könnte, falls es diese SMS wirklich gab, jetzt ist das gute Timing wohl kein Thema mehr.

Boris Becker und die Gesetze

Ob der Tennisheld der Meinung ist, dass für ihn besondere Rechte gelten? Das Münchner Landgericht verurteilte Boris Becker 2002 wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 500 000 Euro Geldstrafe. Damals ist Boris Becker nur ganz knapp einer Haftstrafe entkommen. Doch besonders beeindruckt scheint ihn dieses Verfahren nicht zu haben.

Auf Mallorca soll Boris Becker auf dem Grundstück seiner Finca nicht genehmigte Ausbauten errichtet haben.

Hausmeister und Baufirmen sollen wegen nicht bezahlter Rechnungen geklagt haben. Im Fernsehen zeigte sich Boris Becker von einer befremdlichen Seite. So soll er in der ZDF-Sendung "Bares für Rares" einen bestimmten Pokal verkauft haben, hinterher aber einen weniger wertvollen Pokal geliefert haben. Auch der aktuelle Insolvenz-Verwalter Mark Ford soll eine Verlängerung beantragt haben, weil Boris Becker angeblich nicht ausreichend kooperiert.

Hoffentlich bekommt unser Tennisheld noch die Kurve. Auf Dauer kann so etwas kaum gut gehen. Unter diesem Aspekt hat dieser Post auch vielleicht noch einen ganz anderen Aspekt:

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