Shakira und die Kette

Die Pop-Sängerin aus Kolumbien steht seit kurzem mit einer fragwürdigen Kette in den Schlagzeilen. Für die „El Dorado World Tour“, die am 3. Juni in Hamburg begann und am 3. November in Bogota beendet werden soll, gibt es auch wieder neue Fan-Artikel, um die Tour zu bewerben. Neben Mützen, T-Shirts, Hosen und vielen anderen Artikeln mit dem Abbild der Künstlerin oder versehen mit dem Schriftzug ihres Namens, fiel dieses Jahr ganz besonders ein Kettenanhänger ins Auge, der für Polemik sorgte. Abgebildet ist die „Schwarze Sonne“, deren Symbolik sich im „Dritten Reich“ die Nazis bedienten und die vor allem bei der SS Verwendung fand.

Der Konzertveranstalter hat sich nun entschlossen, die Kette mit dem Anhänger vom Markt zu nehmen. Obwohl sich die kolumbianische Sängerin öffentlich gegen Rassismus ausspricht, wurde sie nun des Öfteren als Nazi beschimpft.

Schwarze Sonne

Die „Schwarze Sonne“ ist ein Symbol mit zwölf Siegrunen in zwei Kreisen. Auch können drei überlagerte Hakenkreuze darin erkannt werden. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde sie von der SS gerne in Ornamenten verwendet. Bei der rechtsextremen Szene findet sich noch heute dieses Symbol als Erkennungszeichen. Bekannt wurde die „Schwarze Sonne“ als Bodenornament in der Wewelsburg, die Anfang des 17. Jahrhunderts errichtet wurde. Ab 1934 wurde sie zu einem ideologischen Zentrum und Versammlungsort der SS ausgebaut. Beim Umbau wurde die Innenausstattung mit pseudogermanischen Verzierungen und dem besagten Bodenornament gestaltet.

Shakira

Shakira Isabel Mebarak Ripoll wurde 1977 in Kolumbien geboren und ist eine Pop-Rock-Sängerin. Anfänglich sang sie nur auf Spanisch und eroberte damit den lateinamerikanischen Markt. Ihr erstes Album in Englisch verhalf ihr dann zum internationalen Durchbruch. Das Veranstaltungsunternehmen Eventim spricht von 75 Millionen weltweit verkauften Singles und Alben.

Ihr erstes Album veröffentlichte sie mit 14 Jahren bei Sony BMG. Dieses floppte wie auch jenes Album, das 1993 veröffentlicht wurde. Den ersten größeren Erfolg verzeichnete sie mit dem Album „Pies descalzos“, das 1995 erschien und sich etwa fünf Millionen Mal verkaufte. Danach ging es nur noch bergauf.

Shakira ist stark sozial arrangiert und gründete 1997 die Stiftung „Fundación Pies Descalzos“, die sich um sozial benachteiligte Kinder kümmert. Dabei wird in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium und des kolumbianischen Instituts für Familienhilfe Bildungsmaßnahmen und Nahrungshilfe für obdachlose und hilfsbedürftige Kinder angeboten. Shakira [VIDEO] wurde 2003 Botschafterin für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF.