Wer sich schon immer einmal gefragt hat, wie die Idee zum Dragon-Ball-Universum entstanden ist, der bekommt nun von dem Erschaffer von Son Goku und Co., Akira Toriyama, Einblicke in seine Gedankenwelt zur Zeit, als es noch kein Dragon Ball gab. Der Website "Kanzenshuu" gab der Manga-Altmeister ein Interview über seine damaligen Interessen, welche Einflüsse ihn beim Zeichnen gelenkt haben und welches seiner Werke den letzten Ausschlag zur Schöpfung des Dragon Ball Franchise gab.

Die Anfänge

Akira Toriyama hatte vor Dragon Ball schon einige Mangas gezeichnet, dazu gehörten vor allem sogenannte "One-Shots", die in der Weekly Shonen Jump, der wohl bekanntesten Manga-Zeitschrift in Japan, veröffentlicht wurden.

Das Werk, welches neben Dragon Ball die meiste seiner Zeit beanspruchte, war Dr. Slump, wodurch er noch vor Dragon Ball richtige Berühmtheit erlangte. Auf die Frage, warum er die Dragon-Ball-Geschichte begonnen hat, antwortet er, dass er sich zum Zeitpunkt, als er mit Dr. Slump fertig war, in eine andere Richtung orientieren wollte und zu dieser Zeit die Filme von Jacky Chan, besonders den Film "Drunken Master", sehr mochte und laut eigener Aussage dutzende Male schaute.

Deshalb empfahl ihm ein Freund, sich doch mal an einem Kung-Fu-Shonen zu versuchen. Dies tat er gleich mit dem One-Shot "Dragon Boy", welcher eine so positive Resonanz bei den Lesern auslöste, dass Toriyama sich entschied, weiterhin in diese Richtung zu gehen.

Dragon Boy als Prototyp

In Dragon Boy geht es um den Protagonisten Tanton, der sehr viele Ähnlichkeiten zu Son Goku aufweist.

Beispielsweise trägt er ähnliche Kleidung, wurde auch alleine von seinem Meister aufgezogen und hat mit Drachenflügeln ein ähnlich markantes körperliches Merkmal, wie Son Goku mit seinem Affenschwanz. Seine Persönlichkeit ist ebenfalls nahezu dieselbe.

Toriyama erklärt weiterhin, dass er das Setting für eine neue Serie eher chinesisch halten wollte, da er mit Dr. Slump schon eine Geschichte hatte, die sehr westlich angehaucht war. Somit entschied er sich für den chinesischen Roman "Die Reise nach Westen" als Vorlage der neuen Serie, da es in dieser Geschichte viele absurde Momente gab, die Toriyama mit seinem bekannten Humor verbinden konnte.

Das Tenkaichi Budokai

Um aber nicht nur die Geschichte zu kopieren, entschied er sich, Son Goku ein menschliches Aussehen zu verleihen, wobei er ihm allerdings ein auffallendes Wiedererkennungsmerkmal gab, damit jeder ihn sofort erkennt - den Affenschwanz. Dazu kamen dann noch die Dragon Balls, die Wünsche erfüllen, damit die Protagonisten etwas haben, wonach sie suchen können - wie bei "Die Reise nach Westen".

Dennoch war seine neue Serie nicht sehr beliebt, bis er das "Tenkaichi Budokai" einführte, also ein großes Kampfsportturnier. Toriyama entschied sich zu diesem Schritt, da er auch bei Dr. Slump merkte, dass Turnier-Arcs sehr beliebt bei den Lesern sind. Von da an entwickelte sich Dragon Ball so, wie wir es heute kennen - und wurde so schnell beliebt, dass selbst Toriyama anfangs nichts davon merkte.

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