Wie viel Privatleben teile ich mit der Welt? Diese Frage stellt sich jedem, der in den Medien bekannt ist. Schauspieler, Politiker und eben auch Youtuber. Diese "neuen" Stars der Jugend gehen ganz unterschiedlich mit ihrem Privatleben [VIDEO] um. Bei manchen ist es der Hauptcontent, sie vloggen über große Teile ihres Lebens, über ihre Beziehung, über ihre Reisen. Einer der größten deutschen Youtuber, Julien Bam, gab vergangenes Jahr sogar Einblick in seine kompletten Finanzen.

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Draw my Life Videos, die die bisherige Lebensgeschichte einer Person abbilden, macht inzwischen fast jeder. Auch die Eltern einiger Youtuber, wie zum Beispiel Stephan Gerick, sind in ihren Videos zu sehen.

Es werden also sehr private Details offengelegt - doch nicht bei jedem.

LeFloids Meinung

Für LeFloid, der schon immer sehr wenig über sich als Privatperson preisgab, scheint die Toleranzgrenze beim Einbezug von Kindern zu liegen. Er kritisierte in seinem neuesten Video vom 18.9.2018 seine "Kollegin" BibisBeautyPalace und ihren Freund Julian (Julienco) stark dafür, dass sie die bevorstehende Geburt ihres Kindes medial total ausschlachten. Das Kind werde schon, bevor es überhaupt auf der Welt ist, ausgenutzt - die Entscheidung ob es überhaupt in der Öffentlichkeit stehen möchte, werde ihm abgenommen. Später einmal könne so etwas ja nur im Drogenkonsum enden. Hat er Recht? Beispiele von prominenten Kindern, die in ihrem späteren Leben unter der Bekanntheit ihrer Eltern leiden, gibt es ja genug.

Es stellt sich die Frage, ob Kinder zum Content gehören dürfen. LeFloid beantwortet sie ganz klar mit "nein". Lange wusste niemand von seiner heutigen Frau und deren Heirat, von seinen Kindern gibt er nur die Namen preis, Fotos werden verständlicherweise nie veröffentlicht werden.

Kinder nur Mittel zum Zweck?

Wenn man ein Ankündigungsvideo wie "Changes" bei Bibi sieht, denkt man darüber nach, wie das Kind das Video später einmal schauen wird, was er oder sie denken könnte - Vielleicht, dass er/sie sich benutzt fühlt, präsentiert, instrumentalisiert wird? Vielleicht auch geliebt oder wertgeschätzt wird? Das wird die Zukunft noch zeigen, schließlich sind die meisten großen Youtuber ja im besten Alter, Nachwuchs zu bekommen.

Die Kritik von LeFloid wirkt sehr emotional, aber dennoch berechtigt - er ist unter den Youtubern längst nicht allein damit. Alles viel zu dramatisch, meinen viele. Es wäre nur ein Mittel um Klicks zu machen und Likes zu generieren. Es gibt aber auch viele Zuschauer, die sich für Bibi und Julian einfach freuen, gespannt auf das Kind sind, keine moralischen Probleme an ihrer Vorgehensweise sehen. Beide Lager werden sich nicht von ihrer Ansicht abbringen lassen. Den Schaden tragen im Zweifelsfall eben später einmal die Kinder.