Es ist sehr rührend wie Jenny Frankhauser beim SWR "Nachtcafé" über ihre Schwester spricht. Das Thema bei Moderator Michael Steinbrecher hieß "In der zweiten Reihe" und Jenny war eingeladen, um darüber zu sprechen, wie das Leben im Schatten [VIDEO] ihrer berühmten Schwester Daniela Katzenberger so war. Und dabei berichtete Jenny in sehr warmen Worten, dass in ihrer Kindheit und Jugend ihre Schwester auch ihre beste Freundin gewesen sei. Sie habe ihr bei den Problemen an der Schule beigestanden und und sie getröstet.

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Sie und ihre Schwester seien sich vom Charakter her sehr ähnlich. Und das, so wie gemeinsame Äußerlichkeiten, würden sie der gemeinsamen Mutter Iris Klein verdanken. Jenny sprach sehr ruhig, erwachsen und mit schlagfertigen Witz.

Mehrfach brach das Publikum in schallendes Gelächter aus.

Daniela war meine beste Freundin

Doch es gibt natürlich auch ernste Momente. Jenny Frankhauser schildert, dass sie jahrelang in der Schule immer nur gefragt worden sei, wie es ihrer Schwester gehe. Niemanden habe es interessiert, was mit ihr sei. Als ob sie überhaupt nicht vorhanden gewesen sei. Selbst ihre ersten Dates seien davon beeinflusst gewesen. Die Jungs hätten sie nach Treffen mit Daniela Katzenberger gefragt und wissen wollen, ob sie vielleicht selbst ins Fernsehen kämen, wenn sie mit Jenny zusammen wären.

In all dem habe ihr Daniela beigestanden. Trotzdem sind für Jenny die dunklen Momente aktuell offenbar noch wichtiger. Sie bestätigte auf Nachfrage von Moderator Michael Steinbrecher, dass der Anlass des Zerwürfnisses mit ihrer Halbschwester der Tod ihres Vater gewesen sei und es damit begonnen hatte, dass Daniela diese schlimme Nachricht veröffentlicht habe, bevor die Familie komplett informiert werden konnte.

Außerdem habe ihr Daniela in dieser schlimmen Zeit nicht beigestanden.

Daniela Katzenberger: Noch weitere Vorfälle?

Jenny räumt ein, dass es nicht die feine Art gewesen sei, diese Versäumnisse von Daniela öffentlich zu machen. Auf der anderen Seite findet Jenny aber, dass es vielleicht auch besser so war, es habe hinter den Kulissen noch andere Vorfälle gegeben, die der Öffentlichkeit nicht bekannt seien. Beim Tod ihres Vaters sei dann der Punkt gewesen, an dem sie nicht mehr habe darüber hinwegsehen können.

So erklärt Jenny Frankhauser den aktuellen Stand: "Zeit heilt alle Wunden, die Wut ist nicht mehr da, aber wir wollen, weil halt soviel passiert ist, niemanden etwas vormachen. Wir möchten uns einfach auch nicht für die Öffentlichkeit zusammen setzen und uns gegenseitig etwas vorspielen." Es sei eben nicht wieder alles gut und einfach weglächeln, käme für sie nicht in Frage. "Das mache ich nicht. Ich bin einfach zu ehrlich dafür und deshalb finde ich, kann man das akzeptieren, wenn zwei Menschen einfach nicht mehr soviel miteinander zu tun haben möchten."

Daniela und Jenny: Langfristig ja

Wie immer gab es im "Nachtcafé" einen Experten, in diesem Fall war das der Psychotherapeut Dr. Mathias Jung und bohrte bei Jenny Frankhauser nach: "Können Sie sich langfristig eine Versöhnung mit ihrer Schwester vorstellen? Die Geschwisterbeziehung ist die längste unseres Lebens und solange wir nicht versöhnt sind, kleben wir noch am anderen, wir werden selber nicht frei." Jenny antwortete: "Man soll niemals nie sagen.

Also nein, sag ich auf keinen Fall."

Dschungelcamp als Befreiungsschlag

Obwohl so viele Menschen das Dschungelcamp als entehrend empfinden, kann die aktuelle Dschungelkönigin da etwas ganz anderes berichten. Denn seit dem Dschungelcamp sei sie aus dem Schatten ihrer Schwester herausgetreten. Und zwar ganz anders, als zu vermuten wäre: "Also ich bin ins Dschungelcamp gegangen, weil ich dachte, okay, jetzt zeige ich es euch. Weil ich halt wirklich ganz schlimm beschimpft worden bin und im Endeffekt, habe ich es aber mir selbst bewiesen, dass ich was kann und dass ich jemand bin und dass ich eben nicht dumm bin und das war so mein Befreiungsschlag. Ich habe es niemanden bewiesen, sondern ich habe es mir selbst bewiesen."