Die Wahl ist getroffen: Die wohl begehrteste Männerrolle im ZDF geht an Florian Silbereisen, er wird der neue Kapitän vom "Traumschiff". Diese Entscheidung hat viele verblüfft, bei aller Sympathie entspricht Florian überhaupt nicht dem typischen Bild. Und auch von Insidern kommt Kritik, unter anderem der Vorgänger-Kapitän Sascha Hehn soll aus seiner Verwunderung über die Entscheidung kaum einen Hehl machen. Jedenfalls sagte Sascha Hehn vor der Kamera von RTL: "Ich habe Hardy Krüger vorgeschlagen, das wäre für mich ein guter Nachfolger." Viele Zuschauer sahen das ebenso und Hardy Krüger junior selbst, hätte die Rolle gerne übernommen: "Ich fühle mich sehr geehrt, dass der Zuschauer sich wünscht, dass der Krüger die Brücke übernimmt."

Auch von Traumschiff-Urgestein Heide Keller kommt Kritik: "Mit dem Traumschiff-Kapitän verbindet man nicht einen fröhlichen Jungen, der mit guter Laune zur Musik auf der Bühne herumhüpft." Sie halte die Entscheidung für eine totale Fehlbesetzung.

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Hardy Krüger jun.: Hat der Skandal um Leily Hosseini die Traumrolle gekostet?

Hardy Krüger jr. hat seit rund einem Jahr eine gerichtliche Auseinandersetzung mit Leily, die sich gegen seinen Willen als seine angeblich "wahre Liebe" präsentierte. Daran hielt Leily auch noch öffentlich fest, als Hardy, inzwischen umgesetzte, Heiratspläne mit Alice Rößler ankündigte. Der Schauspieler versuchte Leily als durchgeknallten Fan und Schlimmeres darzustellen, doch sie konnte ihn mehrerer Schummeleien überführen, präsentierte Chatverläufe und eine Tonbandaufnahme.

Das schadete Hardy selbstverständlich vor Gericht enorm. Auf der anderen Seite konnte sich eigentlich niemand vorstellen, dass dieses ungleiche Paar sich jemals gefunden haben könnte. Doch jetzt, nach einem Jahr, kommt Licht in die Angelegenheit.

Es gibt nicht wenige Menschen, die am Computer so ein bisschen fremdgehen. Mit anderen Partnern flirten, vielleicht sogar Bilder tauschen. Leily ist so etwas scheinbar fremd. In ihrer Welt, ist wohl das geschriebene oder vielleicht sogar gesagte Wort ernst zu nehmen.

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Sie ist eine exzentrische Persönlichkeit mit einem entsprechenden Kleidungsstil und so präsentierte sie sich auch aktuell wieder für ein paar Wochen auf Instagram, wo sie sich wieder Leily Kruger nannte. Dort berichtete sie über Verfahren, die sie gegen Hardy am Landgericht München angestrengt habe und die im Februar und April verhandelt werden sollen. Unter anderem gehe es darum, dass Hardy anführe, dass sie auch andere Männer bedrängt habe.

Um das zu widerlegen veröffentlichte Leily Chatverläufe mit zwei Männern, ebenfalls "Persönlichkeiten", deren eventuelle Namen hier nicht von Bedeutung sind.

Fest steht, sollten diese Chatverläufe echt sein, dann belegen sie folgendes: Die Männer schreiben sie an und wollen komischen, teils dominanten und leicht schlüpfrigen Talk und versprechen dabei alles Mögliche. Zum Beispiel, dass Leily alleine das Sagen haben soll und sein Gehalt auf ihr Konto überwiesen bekäme. Natürlich kommen auch banale Fragen, wie nach Fotos oder was Leily gerade an habe.

Analyse der Autorin:

Ich halte die Chatverläufe für echt. Und ich glaube, dass niemand der Beteiligten wirklich ein böser Mensch ist.

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Das Kern-Problem der Geschehnisse ist vielleicht nicht, dass Leily diese Nachrichten der Männer für bare Münze nimmt. Sie glaubt jedes Wort, welches ihr von den Männern geschrieben oder per Audio-Nachricht übermittelt wird. Sie merkt nicht, dass reale Treffen meist gar nicht das Hauptziel und von daher sehr rar sind, wenn sie dann erfolgen sollten. Leily scheint dann auch wirklich zu glauben, dass eine Beziehung besteht. Was folgt, sind Unannehmlichkeiten auf allen Seiten und Dramen, die das Volk belustigen, allerdings für die Beteiligten eher fatale Auswirkungen haben und am Ende sogar die Gerichte beschäftigen.

Klare Absprachen im Vorfeld würden helfen, auch wenn dann mit Sicherheit einige potentielle "Schreib-Partner/innen" abspringen.

Update 30. Januar:

Stellungnahme von Leily Hosseini:

"Ich bin ein sehr ehrlicher Mensch und erwarte das auch von meinem Gegenüber. Die Versprechungen habe ich daher natürlich ernst genommen und natürlich auch, weil ich weiß, dass ich sie mehr als wert bin. Hätte Hardy gleich die Wahrheit darüber gebeichtet, anstatt die Alkoholholbeichte parallel zu den Verhandlungen, hätte er garantiert die Rolle erhalten."

UPDATE Nr. 2 am 30. Januar 2019

Statement von Ehefrau Alice Krüger:

"Grundsätzlich hat diese Person nichts mit der Entscheidung des ZDF zu tun. Also dass es Florian ist oder dass er es werden könnte, das war von vorn herein klar. Er war die Traumbesetzung vom ZDF, das wollten die von Anfang an und auch die Produktionsfirma." Das ZDF habe entschieden sich von dem "alten" Format in eine jüngere Ausgabe zu entwickeln. "Wir sind mit der Entscheidung total fein. Der Florian ist aber auch kein Schauspieler und das hat mit dem, was mein Mann macht, überhaupt nichts zu tun."