Zehn Punkte für Kerstin Ott und Regina Luca, das war das bescheidene Ergebnis nach der Beurteilung durch die Jury bei "Let's dance". Der sympathischen Sängerin war einfach nicht gelungen, aus sich herauszukommen und dazu musste auch noch ein Sturz ihrer Tanzpartnerin überwunden werden, die an ihrem Kleid hängen geblieben war. Trotzdem geht es für Kerstin dank der Zuschauer auch nächste Woche weiter. Am Ende erwischte es Lukas Rieger und Katja Kalugena, trotz einer guten Leistung, bei der Lukas aber nicht ganz die Form letzterer Sendungen erreichen konnte.

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Die große Überraschung war an diesem Abend auf jeden Fall Oliver Pocher, der zunächst mit seiner Tanzpartnerin Christian Luft zur Paartherapie gegangen war, was offensichtlich nicht nur lustig sondern auch erfolgreich war. Aber was Oliver Pocher beim Charleston zeigte, machte nicht nur Spaß beim Zuschauen sondern es war auch eine tolle tänzerische Leistung. Deshalb staubte Oliver auch stolze 20 Punkte ab, wovon sechs Punkte tatsächlich vom gestrengen Joachim Llambi kamen, der Oliver Pocher bisher immer auf die Kieker gehabt hatte.

Sehr witzig war auch die neue Trainingsmethode von Erich Klann, der die Quaselei von Sabrina Mockenhaupt und ihr ständiges Nicht-Zuhören mit einer etwas drastischen Methode Einhalt gebot: Er verschloss ihr Plappermäulchen einfach mit einem großen Klebestreifen. Durchaus erfolgreich, denn Sabrina, die von sich selbst sagt, Mocki ist steif wie ein Bocki, machte große Fortschritte von der harten Ausdauersportlerin zur geschmeidigen Tänzerin.

Ella Endlich eigentlich eher Profi bei "Let's dance"?

Überzeugen konnte auch diese Woche wieder Ella Endlich mit ihrer Salsa, wobei es fast ein bisschen ungerecht erscheint, weil Ella eigentlich eher zu den Profis zu gehören scheint.

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Schließlich hat sie auch seit der Schule Tanzunterricht und dürfte auch bei ihren Bühnenshows regelmäßig abliefern. Es wäre wahrscheinlich schon besser für die Show, wenn nicht blutige Anfänger und Tänzer mit jahrelanger Erfahrung gegeneinander antreten würden. Dass Ella Endlich ins Finale kommt, scheint jedenfalls von Anfang an gesetzt.

Evelyn Burdecki hatte eine große Entwicklung hingelegt, die sie mit ihrem Tanzpartner Evgeny Vinokurov beim Contemporary bewies. Tatsächlich konnte die sonst so lustige Evelyn den Schmerz von verletzter Liebe ausdrücken.

Ob sie dabei wohl an Domenico de Cicco gedacht haben mag? Den hatte sie schließlich als die Liebe ihres Lebens bezeichnet, hatte geglaubt, dass sie Heiraten würden und Kinder bekommen würden. Bis sie erfuhr, dass eine andere Frau schwanger von ihm war.

Evelyn hatte eine aufregende Woche hinter sich, mit einem Gerichtstermin wegen einem ehemaligen Manager und dem Besuch von David Hasselhoff beim Training. Dem hatte Evgeny übrigens anvertraut, dass Evelyn ein wunderbarer Mensch sei, es aber nicht leicht sei, sie zu unterrichten.

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Benjamin Piwko erklärt bei "Let's dance" die Gehörlosenwelt

Der berührendste Moment von "Let's dance" war aber nicht auf der großen Bühne live vor Millionen Zuschauern. Beim Training hatte Benjamin Piwko einen herzergreifenden Einblick in die Welt von gehörlosen Menschen gegeben. Mit seiner sanften Stimme und Art erklärte er, warum es ihn anstrenge, wenn Tanzpartnerin Isabell Edvardsson zuviel rede: "Ich kann nur 30 bis 60 Prozent von den Lippen ablesen. Und dann muss ich immer rätseln, welche Worte sie gesprochen haben und dann gucken, ob sie zusammen passen. Und das ist sehr hart und schwierig. Es gibt oft Missverständnisse oder es wird falsch verstanden, auch von mir. Man dankt auch oft falsch über mich. Wenn man mich nicht versteht, das macht mich oft hilflos."

Benjamins Geheimnis bei "Let's dance": Er meditiert. Er tanzt den Tanz im Kopf immer und immer wieder durch und wenn er sich an eine Stelle nicht richtig erinnert, dann weiß er, dass er diesen Part noch einmal üben muss. "Tanzen bedeutet für mich Grenzen und Hindernisse zu überwinden und Tanzen bedeutet für mich frei zu sein und mich öffnen zu können."

Ein größeres Kompliment ist für "Let's dance" eigentlich kaum noch denkbar.