Der Tod ist ein Thema in unserer Gesellschaft, welches viele gerne umgehen. Die meisten Menschen setzen sich nicht mit dem Tod auseinander, solange sie es nicht müssen, doch warum ist das so?

Schon in der Schullaufbahn kommt der Tag, an dem Fragen gestellt werden wie: "Was kommt nach dem Tod? Woran glaubst du?" Die Religion kann einem helfen diese Fragen zu beantworten und einem Hoffnung geben. Wenn man fromm und ehrlich lebt, kommt man in den Himmel, sollte man es nicht, kommt man in die Hölle. Mit Hölle muss allerdings nicht unbedingt ein Ort gemeint sein, wie viele es sich vorstellen. Er kann auch einfach die Situation beschreiben, in welcher man fern von Gott ist.

Doch ist das alles wirklich so einfach, wie es manchmal dargestellt wird?

Glaube und Erfahrungen

Viele verschiedene Glaubensrichtungen geben viele verschiedene Antwortmöglichkeiten auf die Frage, was danach passiert. So glauben manche Menschen auch an eine Wiedergeburt.

Doch auch wenn man eine Idee oder Vorstellung hat, wie es sein kann, kann man sich nicht zu 100% sicher sein, dass es auch so ist. Es gibt weder wissenschaftliche Studien darüber, noch gibt es Menschen, die von den Toten zurückgekehrt sind, welche wir fragen könnten. Es gibt zwar Menschen, die eine sogenannte Nahtoderfahrung gemacht habt, doch was haben sie wirklich gesehen oder erlebt?

Beschreibungen eines Lichts, welches man gesehen hat und auf welches man zugehen wollte, sind keine Seltenheit. Auch gibt es Menschen, die eine Art Zustand beschrieben haben, in welchem sie sich selbst auf einer Bahre haben liegen sehen, mit Sanitätern um sich herum, die dabei waren, den auf der Bahre Liegenden zu reanimieren.

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Menschen die eine Nahtoderfahrung gemacht haben, sehen die Welt danach oft mit ganz anderen Augen. Sie wissen die Dinge meist mehr zu schätzen und achten selbst auf die noch so kleinen Dinge im Leben. Vielleicht wird ihnen auch ein wenig die Angst genommen, weil sie eine völlig positive Erfahrung gemacht haben.

Doch der furchteinflößende Gedanke an den Tod ist keine Neuerscheinung, der wie die neusten Trends auftaucht und irgendwann wieder verschwindet. Überall auf der Welt, zu jedem Zeitpunkt, machen Menschen sich Gedanken über dem Tod oder Erfahrungen damit und versuchen diese zu verarbeiten.

Wie man nach Epikur mit dem Tod umgehen soll

Ein Philosoph namens Epikur zum Beispiel, der ungefähr 341-271 v.Chr. lebte, beschrieb, dass man nur, wenn man die Angst vor dem Tod überwinde, überhaupt glücklich werden könne. Um die sogenannte Seelenruhe und damit auch die Glückseligkeit zu erreichen, solle man die Angst beseitigen, indem man sich mit dem Gedanken vertraut macht, dass uns der Tod nichts angehe.

Für Epikur bedeutete der Tod den Verlust der Wahrnehmung, welche eine zentrale Rolle bei allem Guten und Schlechten spielt. Wir benötigen sie um Gutes und Schlechtes zu erkennen und voneinander unterscheiden zu können. Wenn wir uns klar machen würden, dass uns der Tod also nichts angehe, sei unser Leben nach Epikur genussreicher; denn diese Einsicht nehme uns die Sehnsucht nach der Unsterblichkeit weg.

Wenn Epikur aber recht hätte und wir unsere Wahrnehmung bei unserem Tod verlieren, so könnte unsere Seele doch auch nicht in den Himmel steigen oder? Wie kann man seinen Glauben, mit Erfahrungen und Meinungen anderer vereinbaren? Ist diese Barriere vielleicht mit Grund für unsere Angst?

Hypnose

Auch Versuche die Theorien und Erlebnisse mancher Menschen sich selbst zu beweisen, gibt es immer wieder. So lassen sich viele Menschen hypnotisieren, in der Hoffnung etwas über ein früheres Leben herauszufinden. Doch selbst wenn dies funktionieren sollte, wie kann man sich sicher sein, dass die Hypnose wirkliche Erlebnisse ans Licht gebracht hat und nicht nur die eigenen Gedanken oder Hoffnungen?

Es ist also nicht einfach über den Tod nachzudenken, da man auf vieles keine Antworten hat oder jemals finden wird. Doch zwingt uns nun einmal der Lauf der Zeit uns mit dem Tod auseinander zu setzen. Wenn Verwandte und Bekannte, Menschen und auch Tiere, die wir lieben von uns gehen. Irgendwann sogar, weil wir merken, dass auch unsere Zeit langsam abgelaufen ist. Es ist nicht schlimm eine gewisse Angst vor dem Tod zu haben. Über allem schwebt eine riesige Unsicherheit und keiner weiß die "richtige" Antwort. Dennoch sollte man sich nicht von dieser Angst leiten lassen, denn sonst kann es wirklich schwierig werden glücklich zu sein. So bleibt dem Menschen letztendlich nur etwas übrig, was er nicht gerade gut kann. Etwas so hinzunehmen, wie es ist. Es lässt sich sowieso nicht ändern, also warum sein Leben in Angst verschwenden? Lebe, liebe, lache und genieße das Leben in vollen Zügen, früher oder später wird jeder erfahren, wie es wirklich ist, auf der anderen Seite.