Mit diesem Artikel teile ich meine persönlichen Erfahrungen und will versuchen eine so einfache und leichte Anleitung zu schaffen, dass es jeder Leser und jede Leserin einfach mal zu Hause probieren kann, ob sie den besonderen Zustand der Meditation erreichen können. Grundsätzlich ist es so, dass manche Menschen einen ganz einfachen Zugang finden und andere sich eher schwer tun. Letztere sollten es dann bei Interesse unter professioneller Anleitung in einer Gruppe oder Einzelsitzung noch einmal versuchen.

Schritt 1:

Verschaffe dir eine ruhige Umgebung. Telefon aus, Klingel abstellen, ein "Bitte nicht stören Schild" an die Tür.

Ab jetzt sollte jede Ablenkung und Störung strengstens verbannt werden. Die Temperatur im Raum sollte angenehm und vor allem nicht zu kalt sein. Vorher noch ein großes Glas Wasser trinken. Ich empfehle, sich einfach auf den Rücken auf das Bett zu legen. Ohne Kissen, aber mit einer ganz leichten Decke. Eine ungeübte Position einzunehmen, könnte anstrengen und ablenken. Natürlich besteht die Gefahr des Einschlafens, aber wenn alles gut läuft, wird das nicht passieren.

Schritt 2:

Du hast zwei Möglichkeiten: Die Stille oder meditative Musik. Es gibt ganz tolle Aufnahmen von Mönchen, die in Felsengrotten buddhistische Gebete vor sich hinmurmeln und Klangschalen einsetzen. Natürlich versteht unser Verstand kein Wort davon, aber unser universelles Bewusstsein wird sie verstehen. Hier ist ein Beispiel:

Ganz wichtig: Die Musik muss mindestens 30 Minuten störungsfrei durchlaufen können, ohne das ein Akku schlappmacht oder sich der Computer abschaltet.

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Schritt 3:

Du liegst jetzt da, die Musik läuft und du atmest einmal paarmal ganz langsam und tief in den Bauch. Wenn sich dein Bauch beim Einatmen anhebt und beim Ausatmen flacher wird, machst du es richtig. Fühle wie die Luft ganz bis ganz nach unten in deinen Bauch fließt.

Schritt 4:

Nehme deinen Körper ganz bewusst wahr. Fange einfach bei den Füßen an. Sie liegen auf dem Bett auf. Spüre das ganz bewusst. Dann wandere hoch zu deinen Waden. Spüre, wie sie auf dem Laken liegen. Gehe Schritt für Schritt weiter hoch. Oberschenkel, Gesäß, unterer Rücken, oberer Rücken, Schultern und schließlich Kopf.

Schritt 5:

Du bist jetzt bereit für den großen Schritt in das unendliche Universum der gesamten Existenz. Betrachte aufkommende Gedanken nur noch von außen. Als ob du in einem Zug sitzt und die Landschaft an dir vorbeizieht. Werte nicht, erkläre nicht. Ärgere dich nicht über deine Gedanken. Betrachte sie liebevoll von oben, wie ein Erwachsener ein Kind betrachtet. Das Kind macht eben einfach, was ihm gerade einfällt.

Jetzt könnte der Moment kommen, in dem die Gedanken schweigen.

Wie fühlt sich Meditieren an?

Wenn du es geschafft hast in diesen besonderen Zustand zu wechseln, dann siehst du vielleicht Farben und Formen für die es keine Worte gibt. Deine Seele scheint durch das ganze Universum zu reisen. Es gibt kein Du und es gibt kein Ich mehr, keine Trennung zwischen Mensch oder Tier, Pflanze oder Erde. Es gibt keine Trennung der Planeten, der Universen. Alles ist ein riesiger, gigantischer, atmender Organismus. Alles ist Eins, alles ist Gott und du bist ein Teil davon.