Fette Welt

Die Welt verfettet und wir machen mit. Sind wir Opfer oder Täter? Immer mehr Menschen leiden an Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas). Eigentlich steht es nicht im Zusammenhang mit dem heutigen Schönheitsideal und doch ist es so. Während in den Hochglanzmagazinen die Frauen schlank und an den richtigen Stellen gut prpportioniert und die Männer mit athletisch gebautem Körper die Werbung dominieren, werden die Leser immer dicker. Nach Quellen der WHO vom Stand 2014 liegt der Anteil an adipösen Personen auf den Cookinseln bei 50,8 Prozent und liegt an erster Stelle, gefolgt von Palau mit 47,6 Prozent und Nauru mit 45,6 Prozent.

Die Vereinigten Staaten liegen auf Platz 18 mit 33,7 Prozent übergewichtiger Menschen. Deutschland schaffte es auf Rang 94 aber noch immer mit 20,1 Prozent. Bei dieser Auswertung wurde der Body-Mass-Index zugrunde gelegt, der mit Hilfe der Körpermasse und der Körpergröße berechnet wird.

Nach einer US-amerikanischen Langzeit-Studie wurden über fünf Jahre lang 8000 Menschen untersucht, wobei festgestellt wurde, dass bei Singles nur eine geringe Gewichtszunahme stattfand, während neu verheiratete Paare schneller an Gewicht zunahmen.

Warum werden wir immer dicker?

Während früher die Alimentation erst erlegt oder gesammelt werden musste, danach noch zubereitet wurde, kaufen wir heute mal eben so das Essen und die Getränke unterwegs im Supermarkt oder schon zubereitet beim Fastfood-Anbieter nebenan.

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Diese einfache Form der Ernährung, indem wir nur den Kühlschrank öffnen zu brauchen und das essen, worauf wir Lust haben, lässt uns mehr Kalorien zu uns nehmen als zu früheren Zeiten, wobei wir bei der Beschaffung der Nahrung keine Kalorien verbrennen. Dazu kommt das kostengünstige Überangebot an vielfältigen Speisen die viel Fette und Zucker beinhalten.

Ein weiterer Faktor ist die berufliche Umgebung. Wer eine sitzende Tätigkeit hat, verbrennt natürlich viel weniger bei gleicher Nahrungsaufnahme als eine Person die körperlich hart arbeitet. Nicht umsonst suchen viele einen Ausgleich nach der Arbeit in einem Fitnessstudio.

Folgeerkrankungen

Wer immer dicker wird, lebt ungesund. Es kann zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen und die Gefahr einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu bekommen, liegt weit höher als bei einer athletischen Person. Weiterhin gibt es Risiken beim Typ 2 Diabetes mellitus und bei Tumorerkrankungen. Wer viel auf die Waage bringt, deren Knochen müssen schwerer Tragen, es kommt zu einer erhöhten mechanischen Belastung. Das Limit der Gelenke werden irgendwann erreicht und Gelenkschäden lassen nicht lange auf sich warten. Da dicke Menschen nicht in das von der Gesellschaft akzeptierte Schönheitsideal passen, kann es zu sozialen Ausgrenzungen kommen, die Depressionen zu Folge haben können.

Daher ist es wichtig vorsorglich Erkundigungen einzuholen, was zu einer ausgeglichenen Ernährung gehört und sich ausreichend zu bewegen. Schon in der Erziehung der Kinder sollte dieses Thema eine große Rolle spielen.