Cannabis für Patienten

Die Behandlung mit Cannabis in Deutschland ist seit dem Inkraftsetzen des Cannabis-Gesetzes im März vergangenen Jahres eine medizinische Alternative, vor allem bei Schmerzpatienten. Es werden in der Bundesrepublik Deutschland mittlerweile zwischen 12.000 und 14.000 Patienten mit Cannabis aus medizinischen Gründen behandelt. Abgelehnt wurden bisher zwischen 30 und 35 Prozent, da entweder alternative Therapien nicht ausgeschöpft wurden oder keine schwerwiegende Erkrankung vorlag. Auch wird eine Behandlung mit Cannabis nicht genehmigt, wenn der Patient an einer Suchterkrankung durch Alkohol, Medikamenten oder Drogen auffiel.

Diese Zahlen ergeben sich aus den Abrechnungen der Krankenkassen.

Rechtliches

Ab dem 10. März 2017 ist es bedürftigen Schwerkranken gestattet kontrolliert angebautes Cannabis auf Rezept zu bekommen, dessen Kosten von den Krankenkassen übernommen werden können. Der zukünftige Anbau wird von der staatlichen Cannabisagentur, die der BfArM untersteht, kontrolliert werden. Der private Eigenanbau bleibt verboten. Die medizinische Anwendung von Cannabis setzt sich immer mehr durch und wurde für diesen Zweck in verschiedenen Ländern legalisiert. Bis zur Lieferfähigkeit aus deutschem Anbau, werden Cannabisblüten importiert. Es stehen 14 Varietäten von Blüten mit verschiedenen THC- und CBD- Nenngehalten zur Verfügung. Meistens stammen sie aus Kanada oder den Niederlanden. Die THC-Werte liegen zwischen weniger als 1 bis zu etwa 22 Prozent und CBD-Werte von unter 0,5 bis etwa 10,2 Prozent.

Cannabis aus medizinischen Gründen

Die Pflanze des Medizinalhanfs ist aus der Gattung der Hanfpglanzen und gehört zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen. Seit Jahrtausenden findet Cannabis Anwendung in den verschiedensten Kulturen als Heilmittel. Ob auf Papyrusrollen oder in anderen alten Schriften, wird dieser Pflanze Heilung bei verschiedenen Krankheiten zugeschrieben. Effekte des Konsums sind unter anderem schmerzlindernd, schlaffördernd, angstunterbindend, appetitanregend, blutzuckersenkend, entzündungshemmend und vieles mehr.

Cannabis als Rauschmittel

Weibliche Hanfpflanzen können auch als Rauschmittel verwendet werden. Umgangssprachlich ist dies als „Marihuana“, „Weed“ oder „Gras“ bekannt. Das daraus gewonnene gepresste Harz wird Haschisch genannt. Es ist die am häufigst konsumierte illegale Rauschdroge [VIDEO]. Eingenommen wird das Rauschmittel entweder inhalierend über die Lunge oder über dem Magen-Darm-Trakt in Nahrungsmitteln.