Neuer Ebola-Fall

Während das Ebola-Virus bisher meistens eher ländlich auftrat, erreichte ein dritter Fall nun in der Demokratischen Republik Kongo die Millionenstadt Mbandaka, wie der Gesundheitsminister Oly Ilunga Kalenga mitteilte und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte. In einer solchen Großstadt mit fast 1,2 Millionen Einwohnern kann sich das Virus viel einfacher und schneller ausbreiten. Registriert wurde der Fall in Wangata, einem der drei Gesundheitsbezirken dieser Stadt, die sich in der Provinz Equateur befindet.

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Kalenga sprach davon, dass die Regierung alles tue, um den Ausbruch einzudämmen. Ein experimenteller Impfstoff ist nun auch im Land eingetroffen. Mit den 5400 Dosen sollen vor allem Mitarbeiter in Gesundheitseinrichtungen und Menschen, die mit den an Ebola erkrankten Patienten in engeren Berührung standen, geimpft werden.

In der vergangenen Woche hat die WHO über einen erneuten Ebola-Ausbruch informiert. Es handelt sich hierbei um den neunten bekannten Ausbruch dieser Krankheit in diesem Land seit 1976. Beim neuesten Ausbruch sind schon 20 Menschen gestorben.

Das Ebola-Virus

Das Ebola-Virus ist fadenförmig, gelegentlich auch U-förmig und hat eine Größe zwischen einem und vier Mikrometern. Den Namen verdankt das Virus dem kongolesischen Fluss Ebola, in dessen Nähe es zum ersten bekannten Ausbruch kam. In 55 Dörfern erkrankten damals 318 Menschen von denen 280 starben. Erstmals wurde es 1976 in Zaire, der heutigen Demokratischen Republik Kongo, entdeckt. Es tritt in den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas und Südostasien auf und kann Menschen aber auch Primaten wie zum Beispiel Schimpansen oder Gorillas infizieren und ein hämorrhagisches Fieber auslösen.

Die Ansteckung bei Menschen erfolgt durch direkten Körperkontakt oder bei Kontakt mit Körperflüssigkeiten. Männer, welche die Infektion überleben, tragen das Virus noch zehn Wochen in sich und können das Virus noch solange über das Ejakulat übertragen. Die Inkubationszeit variiert zwischen zwei und 21 Tagen, wobei sie bei den Meisten zwischen acht bis zehn Tagen beträgt.

Das Ebola-Fieber

Das Ebola-Fieber ist eine Infektionskrankheit die durch das Ebola-Virus übertragen wird und zu Epidemien führen kann. Die Größte gab es in Westafrika von 2014 bis 2016. Zwischen 25 bis 90 Prozent aller Fälle verlaufen tödlich. Meistens sind anfänglich Symptome wie bei Grippeerscheinungen, Fieber, Muskelschmerzen und Übelkeit auffällig. Die zweite Phase ist durch hämorrhagisches Fieber gekennzeichnet. Dabei kann es zu Blutungen an der Haut und in der Bindehaut des Auges kommen.