Das Wandern ist des Müllers Lust

Bei dem Wort „wandern“ denken viele, gerade die jungen Leute, an langweilige Spaziergänge mit älteren Leuten im Grünen. Doch Wandern ist alles andere als langweilig. Bereits im 19. Jahrhundert wurde das Wandern so sehr zur Mode, dass sich Wandervereine gründeten. Diese legten Wanderwege an, stellten Wegweiser auf und arbeiteten Wanderkarten aus. Zu jener Zeit entstand auch das bekannte Volkslied „Das Wandern ist des Müllers Lust“. Immer mehr flohen seit der Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert von den Städten auf das Land, um die Natur zu genießen. Seit heute wird aus den verschiedensten Gründen gewandert.

Die einen suchen die Nähe zur Natur, andere tun es für die Gesundheit oder wegen der Fitness.

Wandern als gesunder Zeitvertreib

Wandern hält fit. Als die natürlichste Form der Fortbewegung beugt das Wandern Herz-Kreislauf-Probleme vor. Durch das Laufen wird die Durchblutung gefördert und die Ausdauer trainiert. Somit werden Probleme mit dem Bluthochduck oder Diabetes vorgebeugt. Durch die stetig gemäßigte Bewegung werden pro Stunde etwa 480 Kalorien verbrannt. Daher ist Wandern auch für diejenigen empfehlenswert, die gerne abnehmen wollen. Beim regelmäßigen bergauf wandern werden die Cholesterinwerte gesenkt. Es kommt zum Fettabbau und zum verstärkten Muskelaufbau. Die frische Luft hat, laut Studien, auch Auswirkungen auf das Gehirn. Dabei machten Wissenschaftler die Entdeckung, dass sich vor allem das Wandern in der Natur positiv auf das Gehirn auswirkt.

Wandern in Städten erzielte nicht den selben Effekt. Forscher der Universität von British Columbia fanden heraus, dass Endorphine freigegeben werden und das Selbstwertgefühl gesteigert wird. Weiterhin wird Stress reduziert und der altersbedingte Gedächtnisverlust gebremst.

Vorbereitung zum Wandern

Zum Wandern gehört auch eine gewisse Vorbereitung. Es sollte nicht mit der schwierigsten Route angefangen werden. Am besten ist es, den Schwierigkeitsgrad langsam zu steigern. Somit wird der Wanderer die Grenzen des eigenen Körpers kennenlernen. Nachdem die Route festgelegt und alle Informationen eingeholt wurden, ist es wichtig, die richtige Wanderkleidung zu tragen. Dazu hilft ein Blick in den Wetterbericht. Bequeme Schuhe sind sehr wichtig. Auch sollten sie schon eingelaufen sein, um Blasenbildung an den Füßen zu vermeiden. Durch die Bewegung wird es automatisch warm, deswegen ist es nicht ratsam, sich allzu warm zu kleiden. Es könnte sich die Hitze unter einer zu warmen Kleidung stauen. Daher ist auch auf atmungsaktive Kleidung zurückzugreifen. In einem bequemen Rucksack sollte etwas Proviant wie Trockenobst, Müsliriegel oder Bananen und vor allem Wasser als Getränk mitgeführt werden, aber auch Ersatzkleidung, ein weiteres Paar Socken sowie ein Regenschutz aber auch ein kleines Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster. Wenn an alles gedacht wurde, steht einer Wanderung nichts mehr im Wege.