Eine dreifache Mutter behauptet, dass sie zehn Tage in einer psychiatrischen Einrichtung verbracht habe, und zwar nur wegen eines empfängnisverhütenden Implantats. Charlene Baldwin (38) aus England beteuert, dass ihr Leben ruiniert wurde, nachdem sie sich vor acht Jahren einem zehnminütigen Eingriff unterzogen hatte, um ein neues Implantat einbringen zu lassen, das nun nicht mehr zugelassen ist.

Inzwischen vom Markt genommen.

Frau Baldwin berichtete der Daily Mail Online, sie fühlte sich durch das Implantat "zerstört" und weigert sich, traumatisiert von dem mentalen Zusammenbruch zu sprechen, den sie erlebt hat.

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Sie kann jetzt nur noch mit Krücken gehen, ist arbeitsunfähig und muss sich von ihrer neunjährigen Tochter beim Anziehen helfen lassen. Das verantwortliche Verhütungsimplantat, das die Frau an den Rand des Selbstmords gebracht hat, wurde weltweit aus dem Verkauf genommen.

Die Mutter ist eine von tausenden Frauen, die fordern, dass der deutsche Hersteller für ihre "jahrelangen Leiden" zur Rechenschaft gezogen wird, und sucht Rechtsberatung.

Frau Baldwin sagte: "Ich begann abzunehmen und blutete stark, ich war in Qualen. Ich weinte in der einen Minute, war wütend in der nächsten und wusste einfach nicht, was ich mit mir selbst anfangen sollte. Das Implantat hat mich zerstört. Mein Neunjähriger muss mir helfen, mich anzuziehen - kein Kind sollte das tun müssen."

Die Leidende kam in die Psychiatrie.

Frau Baldwin aus England [VIDEO] behauptet, dass sie bei wiederholten Arztbesuchen "abgespeist" wurde. Die ehemalige Freiwillige meldete sich schnell für das Verfahren an, nachdem ihr Gynäkologe ihr von dem "fantastischen neuen Produkt" erzählt hatte.

Im Alter von 30 Jahren war alles noch wundervoll.

Da brauchte Frau Baldwin nicht einmal eine Betäubung und konnte direkt nach dem Eingriff vom Medway Maritime Hospital in Gillingham nach Hause gehen. Die beiden winzigen Spulen seien, so wurde ihr erklärt, von Gewebesperren umgeben und ihr Risiko einer ungeplanten Schwangerschaft wäre damit eliminiert.

Frau Baldwins albtraumhafte Erfahrung begann weniger als ein Jahr später, als sie anfing, Hitzewallungen zu bekommen und dachte, sie würde in die Wechseljahre kommen. Sie behauptet sogar, während ihrer Tortur zehn Tage in einer psychiatrischen Abteilung verbracht zu haben. Sie hat sich beschwert: "Ich fing an zu vermuten, dass die Probleme mit dem Implantat verbunden sein könnten. Dann, vor etwa vier Jahren, fand ich ein Forum für Frauen in einer ähnlichen Situation."

Wandernde Spirale bohrte sich durch.

Bei einigen Frauen seien, so Kritiker, die Geräte "migriert" oder zerfallen, und die Nickel-Titan-Metall-Legierung sowie die modernen [VIDEO] Kunststofffasern aus Polyethylenterephthalat (PET), aus denen sie hergestellt werden, hätten Reaktionen hervorgerufen oder in Gewebe geschnitten, sodass Frauen quälende Schmerzen litten oder Nervenschäden davongetragen hätten.

In einigen Fällen wurde dem Gerät vorgeworfen, Löcher in den Eileiter gebohrt und sich sogar gelöst zu haben, bevor es sich an anderer Stelle im Körper festsetzte.

Frau Baldwin berichtet: "Ich ging zurück zu meinem Gynäkologen und sagte ihm, wenn er es nicht entfernt, würde ich es mit einem Taschenmesser herausnehmen - so verzweifelt war ich." Fünf Jahre nach dem Einsetzen ihres Implantats wurde Frau Baldwin einer Notfall-Hysterektomie unterzogen, da die Spule an den Eileitern angewachsen zu sein schien. Aber der Zustand von Frau Baldwin hat sich seitdem offenbar nicht verbessert.

Wie ein verkalkter Nagel?

Von den schätzungsweise einer Million Frauen weltweit, die das Implantat erhalten haben, sollen Tausende es entfernt lassen haben. Ein Gynäkologe, der 500 Stück entfernt hat, beschrieb das Implantat als eine Vorrichtung, die nach einigen Jahren wie ein "verkalkter Nagel" aussehe, der sich im Körper bewege und Gefahr laufe, die Eileiter zu durchdringen.

Der deutsche Hersteller hat den Verkauf des Produkts in den USA, Europa und Australien eingestellt - unter Berufung auf kommerzielle Gründe und negative Publicity -, bestreitet aber immer noch, dass es irgendwelche größeren Probleme mit dem Produkt gibt.

Sprecherin Hayley Wood sagte, dass das Unternehmen alle Berichte über mögliche Nebenwirkungen sehr ernst nehme. Aber Frau Baldwin sagte, man habe ihr nie bestätigt, was ihre Gesundheitsprobleme genau verursacht habe, und dass der medizinische Bericht nach ihrer Operation "vage" sei.

Ein ziemlicher Skandal, der derzeit auch in der deutschen Presse kontrovers diskutiert wird.