Der Elch überlebte den Unfall nicht

Auf der Autobahn 3 bei Iggensbach (Landkreis Deggendorf) ist am Sonntag, den 28. Juni ein Elch am Sonntag kurz vor Mitternacht von einem Auto gerammt worden. Das Tier überlebte den Unfall, der 44-jährige Fahrer des Skoda Octavia und seine drei Begleiter blieben dagegen unverletzt, wie die Polizei am Montag mitteilte. Der Pkw-Fahrer hatte das Tier glücklicherweise nicht frontal, sondern vorne rechts gerammt. Das ist der Grund, warum die vier Insassen des Autos unverletzt blieben.

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Zur Zeit ist noch unklar, woher der Elch kam. Nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung in Hamburg wandern seit Jahren immer häufiger Elche aus Polen und Tschechien über die Grenze nach Deutschland. Allein in Polen sollen rund 4000 Tiere leben.

 

Das Nationaltier Schwedens ist im Heimatland in schwere Unfälle verwickelt

Allein in Schweden ereignen sich jedes Jahr fast 5000 teils schwere Unfälle, an denen Elche beteiligt sind. Wenn die Tiere in der Dämmerung aktiv werden und dabei Straßen überqueren, sind sie aufgrund ihrer Fellfarbe nur sehr schlecht zu erkennen.

Junge Elchbullen gehen gern auf Wanderschaft.
Junge Elchbullen gehen gern auf Wanderschaft.

Die schwedische Regierung versucht das Problem mit Warnschildern und Wildzäunen zu lösen. Faustregel: Wenn ein Elch plötzlich die Straße überquert, ist Vorsicht geboten, denn oft folgt ein weiterer, beispielsweise wenn Mutter und Kalb unterwegs sind. In der Brunftzeit können die Elchbullen ausgesprochen aggressiv werden. Gleiches gilt für Elchkühe, die ihr Kalb beschützen wollen.

 

Pro Jahr rund 25 Elchsichtungen in Deutschland

Die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland auf einen Elch zu treffen, ist eher gering.

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Die Deutsche Wildtier Stiftung geht davon aus, dass nur eine Handvoll Tiere dauerhaft in Deutschland leben. Demnach sollen die meisten Elche unsere Gebiete nur auf ihrer Wanderschaft durchstreifen. Pro Jahr zählt die Stiftung rund 25 Elchsichtungen – die meisten in Brandenburg. In Niederbayern sind seit 2007 insgesamt mindestens 19 Elche gesichtet worden, drei wurden 2007 bei Verkehrsunfällen getötet. Die Halbstarken unter ihnen können auch schon mal die Städte unsicher machen.

Wir erinnern uns: Ein junger Elchbulle verirrte sich im August 2014 in ein Dresdner Bürogebäude und sorgte bundesweit für großes Aufsehen.

Beim berühmten Tierfilmer Heinz Sielmann wird der Elch so beschrieben: Er wiegt 530 Kilo und hat eine stark ramsnasige Muffel. Zur Erklärung: Die Muffel ist eine knorpelige Oberlippe, besonders gut zum Äsen geeignet. Bei der Ramsnase fällt der Kopf (im Profil gesehen) von der Stirn zur Nase nicht ab, sondern hat eine leichte Wölbung nach außen, geziert von den häufig breiten Nüstern.

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Alles klar?

Foto: „Male Moose“ von Hagerty Ryan, U.S. Fish and Wildlife Service - http://www.public-domain-image.com/full-image/fauna-animals-public-domain-images-pictures/deers-public-domain-images-pictures/moose-and-elk-public-domain-images-pictures/a-male-moose-takes-a-rest-in-a-field-during-a-light-rainshower.jpg-public-domain-photo.html. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons

jh

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