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Wer hat sich schon einmal gefragt, ob Weihnachten in einem islamischen Land überhaupt möglich ist?

Alles Christliche wird von der islamischen Welt abgelehnt, ja sogar bekämpft. Diese Ansicht hörte und las ich ofrmals in Europa. Weihnachtsmärkte müssen umbenannt werden, weil es die Moslems in Deutschland so fordern.

Doch wie sieht es in einem Land aus, wo 95% der Einwohner und so gut wie alle Regierungsmitglieder dem moslemischen Glauben angehören?

Ist es den ca. 5% Christen hier erlaubt, öffendliche Weihnachtsmärkte zu veranstalten und ihre Gärten, Häuser und Läden weihnachtlich zu schmücken? Gibt es überhaupt Weihnachtsschmuck oder sogar Tannenbäume? Die müssen doch sicher alles total heimlich veranstalten.

Und wehe, wenn sie erwischt werden?!

Schon vor zwei Jahren staunte ich nicht schlecht über die weihnachtlich geschmückten Restaurants in Dakar. Und das schon im Oktober!

Seit Anfang dieses Jahres bin ich in Saly, einer Kleinstadt im Senegal. Weihnachtliches Geblinke und Lichterketten an fast jedem Haus, die blenden und im Discorhythmus die stille, heilige Zeit verkünden wollen, gibt es hier zwar kaum. Doch in den Straßen laufen die Weihnachtsschmuck- und Baum-Anbieter, ihren Verkaufsmaraton. Und die großen Märkte sind schon viele Wochen weihnachtlich geschmückt.

Mich amüsieren die Tannengirlanden aus Plastik mit Schneeimitationen. Es gab jedoch letzte Woche einen kleinen Weihnachtsmakt hier in Saly, den ich sehr genossen habe. Stände mit wunderschönen handgefertigten Taschen, Kleidern, Decoartikeln und so weiter beglückten meine Sinne.

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Alles Naturprodukte aus Senegal. Am Stand von BEERSHEBA liess ich einige senegalesische Francs. Zu meiner Freude gab es hier frisches Biogemüse und Moringapulver und für den plötzlichen Hunger Gegrilltes. Auch der Stand mit den selbstgemachten Kuchen wurde von mir sofort in Beschlag genommen. Hier gibt es leider kaum Kuchen in den Bäckereien, wie ich es in Deutschland liebte.

Und, wie es hier so üblich ist, wurde der Markt von christlichen sowie auch von moslemischen Menschen besucht. Denn die Menschen leben hier in friedlichen Beisammensein. Staatlich gibt es hier sowohl die moslemischen, sowie auch die christlichen Feiertage.

Bei einem Besuch kann sich jeder selbst überzeugen, von diesem gastfreundlichen, friedlichen und schönem Land.

Und ja, die Sonne schient auch im Winter bis ca 30 Grad warm. Nachts kann es im Winter jedoch auch bis zu 15 Grad werden.

Frohe Weihnachten und herzliche Grüße

Irmhild

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