Wir sind was wir denken. Hier stelle ich einige Geschichten aus meinem Leben vor, die deutlich zeigen, wie sehr wir unser Leben durch unsere Träume, Vorstellungen und Gedanken wirklich selbst kreieren. Es wird mir über die Geistwelt immer wieder gesagt, wie wichtig es ist, was wir denken und fühlen, weil wir so die Realität bewusst selbst gestalten und beeinflussen können. Leider manifestiert sich das meiste aus unseren unbewussten Gedanken, aus unseren automatisierten Gedankenmustern.

Achtet einmal mehr auf das, was euch durch den Kopf geht. Ihr werdet sehr schnell merken, wie oft man immer wieder auf die gleichen, in uns wohnenden negativen Überzeugungen trifft.

Meine Erlebnisse

Vor vielen Jahren wollte ich mich beruflich verändern und hatte mich entsprechend beworben. Aber es vergingen Wochen, ohne dass ich auf diese Bewerbung eine Antwort bekommen hatte. Zu dieser Zeit arbeitete ich als Chefsekretärin im medizinischen Bereich und hier handelte es sich um eine Produktions-Assistentinnenstelle einer Fernsehproduktionsfirma weshalb ich mich auch nicht sehr wunderte, dass ich nicht dafür in Frage kam.

An einem Abend, ich lag auf meinem Traumsofa, dachte ich, schade, aber vielleicht können sie mich ja an anderer Stelle, dem Sekretariat, gebrauchen. So lag ich da und malte mir aus, wie der entsprechende Chef der Firma mich anrufen würde, um mir mitzuteilen, dass er die Bewerbung eingehalten hätte, weil sie ihm gefallen habe, obwohl die Stelle nicht ganz das richtige für mich sei.

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Aber er wolle sein Sekretariat umstrukturieren und würde sich freuen, wenn ich daran Interesse hätte. Der Gedanke gefiel mir sehr, doch dachte ich dann, aber nur, wenn ich sehr viel mehr verdiene als vorher und stellte mir eine runde Summe, nämlich 3.000 DM netto vor (ein sehr sehr gutes Gehalt und eher unwahrscheinlich, mein damaliges Gehalt lag bei ca. 2.100). Also ließ ich gedanklich die Person fragen, wie denn meine Gehaltsvorstellung sei, was ich dann mit DM 3.000 beantwortete. Selbstverständlich antwortete mein imaginärer Gesprächspartner, dass er damit einverstanden sei. Dies war ein kurzes gedankliches Intermezzo und eine schöne Vorstellung und ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass es Wirklichkeit werden könnte.

Nur einige Tage später ging bei mir das Telefon und der Chef der Fernseh GmbH war am Apparat. Da war ich schon etwas sprachlos. Mir wurde siedenheiß, als er dann auch noch genau das sagte, was ich zuvor mir vorgestellt hatte. Wortwörtlich!! Er wolle ein Sekretariat umstruktuieren und hatte an mich gedacht, weil ihm die Bewerbung gefallen habe, die er deswegen noch zurükgehalten hatte, obwohl die andere Stelle mittlerweile besetzt sei.

Und als er nach meiner Gehaltsvorstellung fragte, weil ich ihm todesmutig sagte, ich würde nur wechseln, wenn ich dann mehr verdienen würde, waren die 3.000 auch kein Problem. Unglaublich, aber wahr! Ich trat diese Stelle kurze Zeit später an!

Viele viele Jahre später, mittlerweile Ergotherapeutin von Beruf erging es mir ähnlich. Noch während meiner Ausbildung habe ich den Job der Dozenten bewundert und gedacht, dass wäre eine Arbeit die ich mir auch gut für mich vorstellen könnte. Aber dies war, wie meist bei mir, nur eine Idee, eine Vorstellung, insbesondere, da ich ja noch mitten in der Ausbildung steckte und vorhatte, auch als Ergotherapeutin zu arbeiten. Es war, wie so oft in meinem Leben, nur eine Idee und nette Vorstellung. Eine von denen, die aber Wirklichkeit werden sollten, ohne dass ich von selbst dafür in irgendeiner Weise in Aktion treten mußte. Nach meiner Ausbildung arbeitete ich in der Psychiatrie.

Nach ca. 1 Jahr rief mich die ehemalige Leiterin der Ergotherapieschule an und fragte mich, ob ich Interesse hätte, als Honorardozentin für die Schüler im Praktium für Psychiatrie zu arbeiten, da ein Engpass im Personal vorherrschte und sie sich an mich als Schülerin zurück erinnerte, zumal sie erfahren hatte, dass ich in der Psychiatrie arbeitete. Dies tat ich dann mit Freude, aber der Vertrag endete nach einigen Monaten und obwohl mir die Arbeit sehr viel Spaß gemacht hatte, traute ich mich nicht zu fragen, ob man nicht eine Festanstellung für mich hätte. Stattdessen dachte ich mal wieder nur, schade, dass es zu Ende geht. Wäre doch toll, wenn die Schule anrufen würde, um mich zu fragen, ob ich nicht festangestellt als Dozentin arbeiten wolle. Hier war es nur ein kurzer Gedanke und ich hatte mich damit abgefunden, weiter in der Psychiatrie zu arbeiten. Einige Tage später rief, man kann es sich denken, mein ehemaliger Lehrer von dieser Schule an, um mich zu fragen, ob ich seine Nachfolge antreten wolle, was ich mit großer Freude dann auch tat.

Ich weiss, dass ich besonders bei meinem beruflichen Weg vermehrt Führung erfahre. Schon als Kind spielte ich z.B. Büro und wusste aber, als ich langsam größer wurde, dass ich als Sekretärin niemals arbeiten könnte, da ich eine katastrophale Rechtschreibung hatte, wohl auch bedingt durch meine holländische Mutter, die mit uns ein totales Kauderwelsch sprach. Aber wie das Leben nunmal "so spielt" landete ich trotzdem relativ schnell nach meiner Ausbildung zur Arzthelferin irgendwann im Chefsekretariat, ohne dies jemals zuvor in Betracht gezogen zu haben. Ich bin da regelrecht reingerutscht. Ich vermute, dass ich durch mein vieles Lesen, ich war schon als Kind eine Leseratte und half in unserer Bücherei aus, meine Rechtschreibschwäche überwunden hatte.

Ich erinnere mich auch gut, dass ich während meiner vielen Jahre als Sekretärin, sehr oft so eine Art Schauspiel spielte, nur aus Spaß an der Freude. Ich hatte immer eine riesige Freude und Spaß daran, wenn ich mit Freunden unterwegs war, z.B, in der Disko, wo wir nicht selten sehr aufdrehten und Blödsinn machten. Und wenn andere Umstehende dann ein wenig pikiert guckten fand ich es total lustig, ihnen einen Bären aufzubinden und erzählte dann meist, dass ich eine Betreuerin aus dem LKH (früher Landeskrankenhaus für Psychiatrie) sei und mein damaliger Freund oder Bruder...je nachdem, wer dabei war, hätten Ausgang. Sie sollten sich also nicht wundern. Das war ein köstliches Spiel, weil mein Freund oder Bruder, erst später von mir erfuhren, was ich da erzählt hatte. Besonders lustig war, dass ich das mit soviel Ernst rüberbringen konnte und man mir das abnahm.

Traurig und im Nachhinein schon recht seltsam ist, dass mein Bruder, der dieses Spiel auch gerne wissentlich mitgespielt hat, hatte er doch auch großen Spaß, andere Menschen ein wenig zu schockieren, später tatsächlich an einer Psychose erkrankt ist. Tatsache ist aber auch, dass ich viele Jahre später einem inneren Ruf folgend neue berufliche Wege eingeschlagen habe und mein Examen zur Ergotherapeutin in Händen hielt. Und Tatsache ist auch, dass ich in der Psychiatrie und später einer Suchteinrichtung gearbeitet habe und mit den Patienten und Bewohnern genau das getan habe, was ich früher als junge Frau als lustiges Spiel ansah. Eine meiner Hauptaufgaben meiner langjährigen Arbeit war die Betreuung bei Ausflügen und der Freizeitgestaltung.

All das zeigt, dass doch einiges von dem, was man tut und denkt, schon früh Hinweise gibt auf Dinge, die im Leben eine wichtige Rolle spielen und die zu unserem Lebensweg gehören. Schauen Sie sich Ihr Leben an. Sicher finden Sie auch Parallelen zwischen Denken, Vorstellungen, Träume etc. und der Realität.

Ich werde in meinem nächsten Artikel noch einige Erlebnisse erzählen, die mit besonders schnellen Manifestationen einhergehen.