Zu Weihnachten müssen die Kinder in der ganzen Welt gerade ganz stark sein. Ihre dringende Frage ist doch: Schafft es der Weihnachtsmann mit all seinen tollen Geschenken auch bis zu mir? Rechtzeitig zum Fest, obwohl es doch so unendlich viele andere Kinder auf der Welt gibt, die ebenfalls beschenkt werden wollen?

Diese Frage hat auch schon 1955 die Kinder umgetrieben und durch einen Schreibfehler bei einer Telefonnummer kam es zu einer Situation, die bis heute Auswirkungen hat. Ein amerikanisches Kaufhaus wollte mit einer Weihnachtsmann-Hotline werben, doch die angegebene Telefonnummer gehörte zu dem Stab des Oberbefehlshabers vom amerikanischen Luftwaffen-Abwehr-Kommando.

Und so hörte Colonel Harry Shoup am Telefon plötzlich die schüchterne Stimme eines kleinen Mädchens, das ihn fragte, ob er der Weihnachtsmann sei.

Unbekanntes Flugobjekt

Das brachte den Colonel auf eine völlig verrüchte Idee. Er erteilte den Befehl, per Radar nach dem Weihnachtsmann zu suchen und gab an einen Radiosender die Meldung weiter, dass ein unbekanntes Flugobjekt gesichtet worden sei. Es sehe einem Schlitten ähnlich.

Wer nun denkt, dass dieser Mann dafür mächtigen Ärger bekommen hat, der täuscht sich gewaltig. Seit rund 60 Jahren wird nun vom NORAG, dem amerikanischen und kanadischen Luftabwehr-Kommando, der Weihnachtsmann jedes Jahr verfolgt. 1200 Freiwillige, sowohl vom Militär als auch Zivilisten, sitzen am Telefon und erklären besorgten Kindern die aktuelle Lage.

Countdown gestartet

Auch im Internet und per App auf dem Handy kann der Tracker für den Weihnachtsmann gestartet werden.

Top Videos des Tages

Die gute Nachricht für deutsche Kinder: Bei der aufwändig gestalteten Internetseite (noradsanta.org) kann unter anderem auch die deutsche Sprache gewählt werden. Alles beginnt jedes Jahr mit einer Countdown-Uhr, die herunterläuft und dann kommt am 24. Dezember die erste Meldung über den Standort und die aktuellen Aktivitäten des Weihnachtsmannes:

Wie funktioniert die Weihnachtsmannortung?

Auf der Seite können die Kinder spielen, Weihnachtslieder hören, sich über Weihnachtsbräuche informieren, den Nordpol mit einem eigenen Weihnachtsdorf erforschen und vieles mehr. In den Videos können die Kinder sehen, wie Offiziere mit ernsten Mienen die Radare beobachten, die den Weg des Weihnachtsmanns verfolgen. Aber wie funktioniert das denn nun rein technisch? Dafür hat das NORAG eine geniale Erklärung: Die rote Nase von Rentier Rudolf kann von dem Radar erfasst werden. Was allerdings ein streng gehütetes Geheimnis bleibt, ist der ganz besondere Antrieb des Schlittens.