Japan hat ein Problem mit überarbeiteten Mitarbeitern! Die Arbeitsethik ist dort teilweise so übertrieben, dass Angestellte regelrechte Überstunden-Exsesse betreiben. Es gibt sogar einen eigenen Namen für den Tod durch Überarbeitung, den sogenannten "karoshi". Spätestens seit dem Tod einer 31-jährigen japanischen Radioreporterin, die nach 159 Überstunden in einem Monat an Herzversagen gestorben ist, sollte das Problem der Überarbeitung in Japan bekannt sein. Die Frau war lediglich 31 Jahre alt und steht als Sinnbild für die japanische Arbeitsmoral, denn ein Einzelfall war sie nicht. In einer Studie aus dem Jahr 2016 gaben immerhin 23% aller Unternehmen an, dass einige Mitarbeiter bei ihnen auf über 80 Überstunden im Monat kommen würden.

Und da Japan für kontroverse und vor allem technische Lösungen von Problemen bekannt ist, soll nun eine #Drohne Abhilfe schaffen. Während hierzulande auf eine gute gesundheitliche Verfassung der Mitarbeiter in vielen Firmen geachtet wird, soll dort nun eine Drohne patrouille fliegen und Mitarbeiter von ihren Plätzen verscheuchen.

Wie soll das gehen?

Die Drohne "T-Frend" wurde von einer japanischen Firma Namens Taisei entwickelt und kann von Unternehmen für umgerechnet 375 Euro monatlich gemietet werden. Sie soll durch die Büros fliegen und dabei das Lied "Auld Lang Syne" spielen, bei uns bekannt unter dem Namen "Nehmt Abschied, Brüder". Der Song ist in Japan weit verbreitet, er wird in Supermärkten kurz vor Ladenschluss gespielt. Das soll die Mitarbeiter an ihren Feierabend erinnern und sie zum gehen bewegen.

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Außerdem soll durch den ständigen Drohnenflug die Konzentration der Mitarbeiter nach Feierabend gestört werden, wodurch weiteres Arbeiten sinnlos erscheinen soll. Das Projekt ist allerdings noch in der Testphase, vermutlich werden wir sie Ende nächsten Jahres auf dem Markt finden.

Macht sowas Sinn?

Das Projekt steht momentan stark in der Kritik von Experten weltweit, laut ihnen kann durch so etwas "Albernes" die Kehrseite der japanischen Arbeitsmoral nicht gelöst werden. Die Drohne würde das Problem bloß verlagern, da die Mitarbeiter einfach ihre unerledigte Arbeit mit nach Hause nehmen könnten. Vielmehr sollte die Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter gesenkt werden. Sie sehen die Drohne eher als Scherz und meinen, dass sie lediglich dazu dient, dass man das Gefühl habe, etwas würde gegen das Problem unternommen werden. Es müsse also ein generelles Umdenken in der Gesellschaft stattfinden, um eine Veränderung zu schaffen.

Alles in allem ist also die Drohne "T-Frend" eine coole und vor allem spektakuläre Idee, in deren Umsetzung jedoch erhebliche Zweifel bestehen. Wir dürfen gespannt sein, was wir in Zukunft noch von dem Projekt hören werden. #technik #kurios