Im Oktober 1928, als ein mit Passagieren voll besetzter Zug mit einem Güterzug in der englischen Grafschaft Gloucestershire kollidierte, machten wenige Sekunden und eine schemenhafte Frauengestalt den Unterschied zwischen Leben und Tod für 15 Menschen aus.

Beim Aufprall entzündeten sich Gasflaschen; innerhalb von Sekunden stand der Personenzug in Flammen. Der Crash war eine nationale Tragödie die in ganz England Wellen schlug und eine Trauma für diejenigen, die ihn miterlebt haben. Doch inmitten des brennenden Wracks und der verkohlten Überreste stießen die Bergungskräfte auf ein Mysterium. Doch der Reihe nach:

Der Crash

Am Samstag, den 10.

Oktober 1928, um 4 Uhr morgens, machte sich ein Zug auf den Weg nach Bristol. Die Nacht wurde von Zeugen als neblig beschrieben, doch der Zugführer hielt die Sichtweite für gut genug. Eine Einschätzung, die sich als fatal erweisen sollte.

Ein Güterzug stand in einem Bahnhof auf dem selben Gleis wie der einfahrende Personenzug. Ein Gleisarbeiter, so ergaben Ermittlungen nach dem #Unglück, hatte vor dem Bahnhof für den Personenzug ein rotes Gefahrenschild platziert, damit der Güterzug sicher abgefertigt werden konnte.

Doch in der nebligen Nacht konnte Zugführer Henry Aldington das Signal nicht ausmachen und setzte seine Fahrt Richtung Bahnhof mit unverminderter Geschwindigkeit fort. Medienberichten zufolge hatte er Sekunden vor dem Unglück an den Gleisen eine Frauengestalt gesehen und war für wenige Sekunden abgelenkt.

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Das nächste was er vor sich sah, waren die Rücklichter des im Bahnhof stehenden Güterzuges. Sekunden vor der Kollision sah der Zugführer den anderen Zug vor sich, bediente die Bremsen in einem vergeblichen Versuch, die Kollision noch zu vermeiden. Dann bereitete er sich auf den Aufprall vor.

Die Züge kollidierten. Der Personenzug entgleiste teilweise. Mehrere Wagons wurden seitlich wegkatapultiert, während der Rest der Lokomotive mit dem Güterzug unter Brückenpfeiler gedrückt wurde. Tragischerweise benutzte der Personenzug Gas, um seine Abteile zu beleuchten. Das Gas entzündete sich bei der Kollision und löste ein Feuer aus, dessen Flammen meilenweit entfernt am Nachthimmel loderten.

Die Dorfbewohner in der Nähe und die Bahnhofsmitarbeiter eilten die Gleise hinunter, um zu helfen. Mehrere Überlebende erzählten schreckliche Geschichten über das Zurücklassen von Mitreisenden, die nicht befreit werden konnten, bevor die Flammen sie verschlangen.

Das Feuer wütete durch den zerstörten Zug.

Die Rettungskräfte taten ihr Bestes, um zu helfen, aber 15 Passagiere konnten nicht rechtzeitig entkommen und verbrannten in den Trümmern.

Einige Körper wurden so schwer verbrannt, dass sie für Familienmitglieder nur durch Schmuck und persönliche Gegenstände zu identifizieren waren. Aus diesem Grund einigten sich viele Familienangehörige der Opfer auf ein Massengrab, um ihre verstorbenen Angehörigen zu begraben. Doch nicht alle Opfer konnten identifiziert werden.

Zwei Leichen, von denen man annimmt, dass sie von einem kleinen Jungen und einem jungen Mädchen, vielleicht Geschwister, stammen, wurden in dem Wrack gefunden. Dennoch konnten sie in den Wochen nach dem Crash nicht identifiziert werden . Als sich herausstellte, dass niemand die beiden Leichen zuordnen konnte, wurden sie zusammen mit den anderen Opfern in das Massengrab gelegt.

Die Frage, wer die Kinder waren, beschäftigte die an der Tragödie Beteiligten noch lange. Mehrere Theorien machten die Runde. Man vermutete, dass die beiden Körper überhaupt nicht menschlich seien, sondern Bauchrednerpuppen. Eine weitere populäre Theorie war, dass es sich nicht um Kinderkörper handelte, sondern um kleinwüchsige Jockeys. Einige behaupteten sogar, die Geschichte sei ein Schwindel, der von den Medien erzeugt wurde, um den Unfall noch tragischer zu machen. Die Leichen blieben unerkannt.

Geisterhafte Sichtungen am Massengrab

Doch damit hatten die merkwürdigen Ereignisse noch nicht ihr Ende gefunden. Jahrelang nach dem Unfall und der Beerdigung sah man immer wieder eine Frau, die ganz in schwarz gekleidet war, das Massengrab in Charfield aufsuchen. Diejenigen, die behaupteten, die geheimnisvolle Frau gesehen zu haben, sagten, dass sie alt und gebrechlich gewesen sei aber stets verschwunden sei, wenn die Zeugen sich ihr genähert hätten. An der Gedenkstätte wurden jedoch immer wieder weiße Blumen gefunden, die von ihr zu stammen schienen. Niemand wusste, wer sie war und warum sie die Gedenkstätte besuchte. Viele spekulierten, dass sie etwas mit dem Unfall zu tun haben könnte. In den 1960er Jahre hörten die Sichtungen schließlich auf.

Im Laufe der Jahre ist die Geschichte der Eisenbahnkatastrophe und der mysteriösen Frau zum Thema vieler Filme und Bücher geworden. Doch einige Geheimnisse werden wohl niemals gelüftet werden: Waren die Kinder einfach Waisenkinder ohne Familie, die sie identifizieren konnten? Erschien die Frau nicht nur am Grab, sondern war sie auch dem Zugführer vor dem Unglück erschienen?

Leider werden wir die Antworten nie erfahren: In einer letzten Wendung der Geschichte erzählt die Legende, dass in der Umgebung seltsame Sichtungen von gespenstischen Kindergestalten gemeldet wurden. Die kleinen Gestalten stehen zusammen, Hand in Hand und schauen lautlos die Gleise entlang.

Die Einheimischen behaupten, dass es sich um die verunglückten Kinder handele, die geduldig auf den Tag warten, an dem jemand sie identifiziert, damit sie endlich in Frieden ruhen können. #Paranormal #katastrophe