Die Farbe des Scheins erinnert an einen 500-Euro-Schein, aber es ist ein Null-Euro-Schein, der Anfang Oktober in Freiburg im Breisgau herauskommt. Der Null-Euro-Schein zeigt das Freiburger Münster, was nunmehr mehr als 800 Jahre in der Ortsmitte Freiburgs steht. Das Besondere an dem Schein ist der Nennwert von null Euro und die Limitierung auf nur 5.000 Stück. Sammler in ganz Europa sammeln diese von der EZB genehmigten Euro-Souvenir-Scheine, die eigentlich für Andenkenkäufer gedacht waren, aber mittlerweile in Sammelalben, wie Münzen und Briefmarken verschwinden.

Wer null Euro haben will, muss drei Euro zahlen

Wer den Null-Euro-Schein aus Freiburg haben will, muss drei Euro zahlen und am 12.Oktober vermutlich früh aufstehen, denn dann wird er in Freiburg ausgegeben.

In anderen Städten waren solche Scheine innerhalb von 1-2 Tagen ausverkauft.

Die Scheine werden in einer Original-Banknoten-Druckerei in Frankreich hergestellt und enthalten auch die typischen Geldschein-Sicherheitsmerkmale (Wasserzeichen, Metallstreifen, UV-Tinte, Mikrozeichen, Seriennummer etc.).

Schein mit Martin Luther war Spitzenreiter

Der Null-Euro-Schein mit dem Freiburger Münster ist aber nicht Deutschlands erster 0€-Schein. Zuvor erschienen z.B. solche Geldscheine in Köln, München und Kiel, um nur einige Städte zu nennen. In Trier hat man ebenfalls solche Null-Euro-Scheine verkauft. Am erfolgreichsten war übrigens bisher ein Schein mit Martin Luther, der zum Luther-Gedenkjahr erschien: Er wurde über 100.000 mal zu zwei Euro verkauft.

Null-Euro-Schein: Auflage nur 5.000 Stück

In Freiburg wird der Null-Euro-Schein nur eine Auflage von 5.000 Stück haben und ist daher für Sammler außerordentlich interessant.

Man darf gespannt sein, ob sich am Erstausgabetag (12.10.2018) in Freiburg auch wieder lange Schlangen bilden - wie in anderen Städten.

Sammler in Frankreich, Deutschland und Portugal

Für die Zero-Euro-Scheine gibt es mittlerweile eine große Sammlerschaft in Frankreich und Deutschland, aber auch in Portugal, Slowenien, Italien, Spanien und Belgien.

Die Sammlerwerte nach einem Ausverkauf bewegen sich am Zweitmarkt zumeist nach oben und gehen über den ursprünglichen Ausgabepreis hinaus.

In Online-Auktionshäusern findet man Null-Euro-Scheine, für die schon zwei- und dreistellige Beträge gezahlt werden. Die Sammler dürfte es freuen, wenn aus drei Euro für einen Null-Euro-Schein 50 Euro werden.

Damit könnte eine Wertentwicklung prozentual noch besser als bei Krügerrand und/oder Platin sein.