Männer und Frauen, die im Berufsleben erfolgreich sind oder dies noch werden wollen, wissen, dass der Weg zum Ziel mitunter steinig ist. Die Karriereleiter ist gespickt mit unzähligen Herausforderungen und Stolpersteinen, die einem häufig von Menschen in den Weg gelegt werden, die den Aufstieg eines Kollegen damit ganz bewusst sabotieren. Die Gründe dafür sind gleichermaßen subtil wie pragmatisch: Meist sind es Neid, Missgunst und die eigenen beruflichen Ambitionen, die Trickser und Blender zu ihren Machtspielchen treiben. Schützen kann sich nur, wer die Spielregeln des Machtpokers kennt.

Trickser manipulieren [VIDEO] Nähe und Distanz, Oben und Unten, Wahrheit und Gewissheit.

Der Trickser führt sein Opfer in eine Illusion, indem er es glauben lässt, die Wahrheit zu kennen. Dabei ist es immer nur der Glaube an die Wahrheit, der den Belogenen in trügerischer Sicherheit wiegt, nicht die Wahrheit selbst. Im treuen Glauben an diese Gewissheit lassen sich die Opfer der Blender immer weiter weg führen von der Wahrheit. Wenn die Manipulierten – meist unsanft – aus ihrer Illusion gerissen werden, ist es meist zu spät, der Schaden bereits angerichtet. Bis es dazu kommt, dass ein Opfer erkennt, dass es überhaupt ein Opfer ist, vergehen nicht selten Jahre. Dementsprechend braucht es an dieser Stelle keine gesonderte Erklärung dazu, wie wichtig es ist, gar nicht erst in den Bann eines Tricksers zu geraten.

Mit Lügen konfrontieren

Wer wissen will, wie er sich vor Manipulationen schützen kann, muss zunächst einmal einen Blick für diejenigen Situationen entwickeln, in denen Manipulationen drohen.

Erst, wenn man erkannt hat, was da tatsächlich vor sich geht, kann man auch dagegen vorgehen – und zwar, indem man den Trickser mit seinen Lügen konfrontiert. Dazu braucht es einen klaren Kopf und eine gute Strategie. Appeasementpolitik bringt an dieser Stelle niemanden weiter. Der Trickser hat ohnehin wenig bis überhaupt keinen Respekt vor seinem Opfer. Wer glaubt, durch Sympathie, Nettigkeiten, konstruktive Kritik [VIDEO] und kollegiale Gespräche wieder eine gemeinsame Grundlage herstellen zu können, der irrt. Profiler wissen: Sympathie geht nicht ohne Respekt. Den aber bringen Trickser gar nicht erst auf für andere Menschen – insbesondere nicht denen gegenüber, die sie für niedergestellt erachten. Wer zu sanft auftritt, befeuert dadurch vielmehr die Verachtung, die der Trickser ohnehin schon für ihn hegt. Wer in Harmoniesucht alles mitmacht, ist und bleibt eine Spielfigur im Machtpoker.

Eigenverantwortung stärken

Wer verhindern will, im beruflichen Alltag Opfer eines Blenders zu werden, muss sich selbst darüber im Klaren sein, was er will – und was nicht.

Eine Universallösung für Manipulationen besteht darin, die persönliche Eigenverantwortung zu stärken und gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz zu leben. Dabei gilt es, seine Position klar zu formulieren. Gleichzeitig sollten auch die Meinungen, Wünsche und Haltungen der anderen akzeptiert und respektiert werden – auch dann, wenn sie der eigenen Haltung entgegenstehen. Bei unterschiedlichen Positionen empfiehlt es sich, die Hintergründe aktiv und interessiert zu hinterfragen. Gleichzeitig sollte man die Hintergründe zu seiner eigenen Position darstellen.

Manipulationen werden vermehrt in unsicheren Situationen eingesetzt. Eine sichere, erlaubende Atmosphäre reduziert also nicht nur die Anzahl, sondern auch den Härtegrad von Manipulationen und Machenschaften.