2

Heutzutage freut sich jeder über den Black Friday oder die Amazon Cyber Week, weil es ja Unmengen an Deals gibt. Es wird überall angepriesen. Hier neue Deals, da neue, dies ist im Angebot, das ist im Angebot und natürlich wird bei solchen Angebots-Tagen extrem viel Geld gemacht. Alleine im Jahre 2016 wurden circa 1 Millionen Euro Umsatz bei Amazon in der Cyber Week gemacht. Letztens sah ich auf Twitter einen Post von @rainerschund der zum Nachdenken anregte. Dieser lautete: „Funfact :Wenn du beim Black Friday 750,- statt 1000 ,- für Blödsinn ausgibst hast du nicht 250,- gespart sondern 750,- ausgegeben“.

Diesen Gedanken fand ich sehr interessant und das hat mich auch zum Schreiben dieses Artikels angeregt.

Menschen geben ihr Geld aus, weil sie denken sie hätten etwas gespart was jedoch nicht so ist, da sie ihr Geld für Unrat ausgeben, den sie sowieso nicht brauchen. Der Mensch liebt das Gefühl des Erfolgs, dass mit dem Beispielsatz „Ja ich habe etwas gespart, ich habe einen Super Deal gemacht, seht her, ich bin gut“ verbunden werden kann. Euphorie, also das Glücksgefühl.

Deswegen ist auch ein solcher Cyber- Monday oder der Black- Friday eine wahre Goldgrube was dieses Gefühl angeht. Und damit wird auch der Kunde gelockt. Es wird zwar nicht direkt auf Euphorie angesprochen jedoch geht es so ungefähr in diese Richtung da überall gezeigt wird, dass man ja dort etwas sparen könne. Durch den Konsum werden diese Glückshormone oft, aber auch nur kurz freigesetzt. Man könnte es vielleicht mit einer Sucht oder ähnlichem vergleichen.

Top Videos des Tages

Und die einzigen die daran verdienen sind die großen Unternehmen.

Außerdem wäre da noch der Fakt das sogar manche Angebote nicht einmal wirkliche Deals sind. Es wird nur so dargestellt. Ein Schulfreund von mir zeigte mir dieses Wochenende genau solch ein „Fake-Angebot“. Es war ein Handy das vorher 260 € kostete. Auf dessen Amazon Seite wurde der Black- Friday Deal klar und deutlich angepriesen. Jedoch hatte das Handy immer noch den gleichen Preis. Daran erkennt man das diese Deal- Tage auch zum „Betrug“ genutzt werden können. Es muss nicht immer so sein jedoch besteht diese Möglichkeit und man sollte sie nie außer Acht lassen.

Heist das jetzt Cyber Monday, Black Friday und Co. sind schlecht und wir sollen dort nichts mehr kaufen?

Und genau dieser Aussage muss ich widersprechen. Black-Friday und Co. sind keinesfalls schlecht zu reden, geschweige denn zu verteufeln. Sie sind mehr Vorteil als Nachteil für die Leute. Das heißt, wenn man vorher plant und mit Bedacht Artikel kauft. Dann lohnt sich das Kaufen auch und man kann in irgendeiner Weise schon richtige Schnäppchen machen.

Und ich meine wer hat einen guten Deal nicht gerne. Wie vorhin schon geschrieben bringt es ja Euphorie zustande und es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn der Kauf auch logisch Sinn ergibt, beispielsweise wenn man sich einen neuen Tisch kauft, der reduziert ist und der alte zu Hause, schon fast zusammenfällt. Oder ein Fahrrad, das vielleicht auch zum Umweltschutz beitragen würde. Aber sich etwas zu kaufen, das man bereits hat und eigentlich gar nicht ersetzt werden muss, ergibt halt keinen Sinn. So etwas ist dann reine Geldverschwendung.

Und hier ein kleiner Appell

Sich auf Schnäppchenjagd zu machen ist ab und zu, gar nicht einmal so falsch. Doch natürlich kann man bei so etwas schnell in das ein oder andere Fettnäpfchen treten. Deswegen sollte man sich wirklich vorher Gedanken machen, was man kauft. Das gilt eigentlich ja für so ziemlich jedes Produkt das man sich zulegt. Generell sind wir ja eine Konsumgesellschaft. Ob das jetzt gut oder schlecht sein mag kann jeder für sich selbst entscheiden. Jedoch kann man diesen übermäßigen Konsum ganz einfach begrenzen indem man (wie schon erwähnt) nachdenkt bevor man kauft.

Hier sind noch ein paar interessante Artikle von Kollegen:

Richtung Gaming:

https://de.blastingnews.com/digital/2017/11/fortnite-battle-royale-erhalt-einen-neuen-game-mode-002201449.html

Richtung Allgemeines:

https://de.blastingnews.com/gesundheit/2017/03/weltweit-jahrlich-500-tausend-tote-wegen-drogenkonsum-zahl-steigend-001545277.html