Eine neue Serie an Meldungen empört die Nutzer der sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter. Gemeint sind Meldungen über abgelehnte Spenden.

In letzter Zeit nehmen die Meldungen über abgelehnte Spenden zu. Die sozialen Netzwerke machen es möglich. So lehnten verschiedene Städte Containerspenden für Obdachlose ab, da der Aufwand zu groß und zu teuer sei.

Allerdings lehnen auch verschiedene gemeinnützige Einrichtungen Spenden ab. So wurde von der "Sonneberger-Tafel" eine Spende über 100 Euro von einem AfD-Politiker abgelehnt. (verschiedene Medien berichteten)

Neu auch die Ablehnung einer Lebensmittelspende von der privaten Organisation "Soldiers of Odin".

Dieses ist eine private Bürgerwehrgruppe die sich aktiv durch Spenden ihrer Mitglieder für Bedürftige und Obdachlose einsetzen.

Hauptsächlich wurden die Spenden aufgrund des schlechten Rufs abgelehnt. Sowohl die AfD als auch den Soldiers of Odin wird eine Zugehörigkeit zur Rechten Zene zugesprochen.

In den sozialen Netzwerken tauchte jedoch die berechtigte Frage auf, ob die politische Gesinnung so hoch bewertet werden dürfe um Spenden für Bedürftige abzulehnen. Viele Nutzer bei Facebook sind der Meinung die Ablehnungen seien nicht angemessen. Immerhin sind es die Bedürftigen die hierdurch auf erforderliche Hilfe verzichten müssen.

Die Armut in Deutschland nimmt immer mehr zu. Es sind nicht nur Arbeitslose und Hartz IV Empfänger ohne Wohnung.

Aus eigener Erfahrung kenne ich die Situation zum Beispiel in München.

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Da wird von sozialversicherungspflichtigen Vollzeitarbeitnehmern verlangt bei der Bahnhofs Mission nach Isomatten-Schlafplätzen zu fragen, von denen man dann zur Arbeit gehen soll.

Die Wohnungssituation war in München auch vor der Flüchtlingswelle nicht gut. Ähnliche Meldungen kommen aus Berlin, auch hier ist es sehr schwer eine bezahlbare Wohnung zu finden. Dieses ist auch ein Grund warum viele Bürger über die Beschaffungsaktivitäten von Wohnungen für Asylsuchende so verärgert sind. Gleichzeitig wird ständig darauf hingewiesen, dass viele offene Arbeitsstellen nicht besetzt werden können. In München zum Beispiel könnten, wenn mehr Wohnungen zur Verfügung stehen würden, viel mehr Menschen eine Arbeitsstelle annehmen. Wie gesagt - ich spreche hier aus eigener Erfahrung.

Die Tendenz der erwerbstätigen Obdachlosen ist in Deutschland weiter steigend!

Ebenso können viele Bürger nicht verstehen, warum nicht leerstehende Asylunterkünfte, für die aufgrund der Mietverträge der Steuerzahler weiterhin zahlen muss, nicht für die Obdachlosen als Unterkunft genutzt wird.

Eigentlich ein Armutszeugnis für ein reiches Wirtschaftsland wie Deutschland. Asylunterkünfte stehen leer aber es müssen ca. 860.000 Menschen Stand 2017 (aus Zeit.de) ohne Wohnung leben. Die Zahl hat sich im Verhältnis zum Jahr 2014 fast verdoppelt.

Der Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer sagt einmal, er sei dazu verpflichtet für Flüchtlinge, jedoch nicht für Bürger, Wohnungen zu schaffen. Viele fragen sich auf welcher Gesetzesgrundlage sich dieses bezieht. Laut "Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz = AGG" welches 2006 in Kraft getreten ist, besteht eigentlich eine Verpflichtung sowohl Asylanten als auch den Bürgern gegenüber.

Bei den Sondierungsgesprächen zur Regierungsbildung hört man nichts zu diesem Thema. Die Regierung weiß, dass jährlich circa 400.000 neue Wohnungen geschaffen werden müssen, ob oder wann sie sich diesem Thema mal annehmen bleibt abzuwarten.