Heute möchte ich euch eine Geschichte erzählen. Diese handelt von einem einfachen Menschen, egal welchen Geschlechtes, der in seinem Leben hart und lange gearbeitet hat!

Sein Leben

Sagen wir mal, er ist mit 15 in die Lehre gegangen, Realschulabschluss, hat einen handwerklichen Beruf gelernt und teilweise ausgeübt. Hat sich weiterqualifiziert, hat geheiratet, zwei Kinder (sind auch groß geworden), geschieden, neue Beziehung, irgendwann Trennung oder Todesfall und hat es, trotz allem, durch seinen Fleiß, seine Arbeit, seinen Willen, sich weiterzuqualifizieren, seines sparsamen Lebensstils (kaum Urlaub, selten Ausgehen) dazu gebracht, ein kleines Haus auf dem Land zu erwerben oder zu bauen - ein Eckgrundstück.

Auch hat er ein wenig gespart und kann 10.000 Euro sein Eigen nennen, ebenso, wie der Gesetzgeber es vorschlägt, hatte er in eine private Rente investiert und hatte sogar einen Bausparvertrag mit Riester-Förderung.

Sagen wir mal, er hat dann eine nicht unerhebliche Rente von 1.500 € monatlich, zahlt darauf auch Steuern und die hohen Sozialabgaben, vor allem auf die Rente, die er aus der privaten Altersvorsorge erhält, ist trotzdem also einer derer, die schon eine gute Rente haben! Jetzt ist dieser Mensch, egal welchen Geschlechtes, 66 Jahre alt, hat so gesehen keine Sorgen, gesundheitlich geht es so einigermaßen, die üblichen Wehwehchen eben, genügend Einkommen, drei Enkelkinder sind da, und, weil es das Leben gut mit Ihm meinte, hat er es sogar geschafft, sein kleines auf dem Lande stehendes Häuschen im Verkaufswert von 100.000 € schuldenfrei zu bekommen! Die Umlagen sind geradeso bezahlbar.

Top Videos des Tages

Er lebt allein und möchte nun das Leben nachholen, ab und an das tun was er sich schon immer mal wünschte (in den Urlaub fahren und bis zu seinem natürlichen Ableben in Ruhe und Zufriedenheit leben, ab und an seinen Enkelkindern etwas schenken). Bis hierhin eine mögliche und auch gute Geschichte. Man möchte diesem Menschen wünschen, dass er in Ruhe und Frieden seinen Lebensabend genießen kann, hat er doch 50 Jahre gearbeitet, da er ist erst mit 65 in Rente gegangen ist, er hat zwei Kinder groß gezogen, seine Schuldigkeit für Staat, Land und vor allem für seine Angehörigen getan!

Das Schicksal schlägt zu

Und dann kommt der Bescheid von der Gemeinde - der Behörde! Dieser besagt, dass er für Kanal, Straßenbau und einen Bürgersteig mit Parkstreifen kostenpflichtig herangezogen wird! 100.000 € soll er bezahlen! Er wurde nicht gefragt, die Gemeinde hat auch keine Vorschläge, wie die Kosten hier für alle reduzieren könnten! Unser Mensch, egal welchen Geschlechtes, ist handwerklich begabt und könnte selbst einen Teil der Arbeit erledigen, das wird aber bei der Gemeinde/Kommune nicht gern gesehen.

So bleibt ihm, auch weil hier Klagen sich nicht lohnt, a: viel zu teuer und b: Sammelklagen werden nicht zugelassen, davon mal abgesehen, dass das Ganze per Gesetz durchaus erlaubt und möglich ist und er auch eine hohe Rente bezieht, also nicht als Härtefall gilt. Ihm bleibt letztendlich nichts anderes übrig, als zu bezahlen, und er kann sogar eine Ratenzahlung in fünf Raten mit der Gemeinde vereinbaren. Nun geht unser Mensch, egal welchen Geschlechtes, zur Bank. Diese sagt ihm, obwohl er 10.000 € bar sein Eigen nennt und er ein abbezahltes Häuschen auf dem Land hat, dass seine Rente zu gering ist und sein Häuschen bei einer evtl. Versteigerung bei weitem nicht den Verkaufswert erreichen würde, er keinen Kredit bekommt, seine Kinder als Bürgen nicht infrage kommen, da deren jeweiligen Einkommen ebenfalls zu niedrig sind!

Was bleibt?

Was bleibt? Am Ende geht es in die Zwangsversteigerung, das Geld muss bezahlt werden, das Haus kommt in die Versteigerung, aber wer ersteigert schon ein Häuschen welches einen Verkaufswert von 100.000 € hat und wofür er zusätzlich dann nochmal 100.000 € bezahlen muss! Also wird das Häuschen für den obligatorischen Wert von 1 € versteigert und unser Mensch, egal welchen Geschlechtes, muss ausziehen. Auch hat er sein gesamtes Vermögen verloren, muss Privatinsolvenz beantragen, wodurch im dann rund 1.130 €, von seinen 1.500 € Rente bleiben, von denen er aber weiterhin die vollen Sozialabgaben und Steuern bezahlen muss, ach ja - zusätzlich muss er jetzt auch noch eine Miete bezahlen und ob dann noch seine Rente reicht, ist nicht garantiert.

Einer unter vielen?

Ein Einzelschicksal? Im Zeichen leerer Gemeindekassen, gerade wohl auf dem Land, ein sich immer häufiger vorstellbares Szenario! Es ist traurig, dass wir auf so eine Zukunft hin steuern, aber es ist wohl Realität! Gerade in Zeiten, in denen für unnütze Subventionen angeblich hunderttausende Arbeitsplätze erhalten werden sollen, Arbeitsplätze, die in der Gesamtheit von deutschen Unternehmen bereits ins Ausland verlegt wurden und werden (sehen wir uns Siemens, Allianz, BMW, VW, Mercedes, Thyssen-Krupp, Bayer und wie sie alle heißen an), die ihre größten Werke, größten Standorte, Mehrzahl der Mitarbeiter schon lange nicht mehr in Deutschland haben - in Zeiten, in denen aufstrebende Unternehmen, die Ihre Arbeitsplätze in Deutschland haben, politisch gewollt gegen die Wand fahren müssen (aktuelle Beispiele, die Solarindustrie oder Air Berlin!). In Zeiten, in denen die Politik zwar in der Lage ist, die Diäten jedes Jahr anzupassen und automatisiert zu erhöhen, aber nicht dazu, die Personenzahl des Bundestages zu begrenzen, durch ein neues gerechteres Wahlgesetz, welches vom Bundesverfassungsgericht schon vor Jahren angemahnt wurde, geschweige denn, eine neue Regierung zu bilden! Zu Zeiten, in denen die Firmen und Konzerne immer größere Gewinne einfahren, 44 Millionen beschäftigt sind, auch wenn dort (trotz Beschäftigung), 16 Millionen, zumindest, von Armut bedroht sind, Tendenz steigend.

Was soll werden?

Es gibt noch viele weitere Baustellen, wie Banken, Kartelle, Pflege, Krankheit, Gutachten, Anwälte, Bau und so weiter! Aber was kümmert das alles unseren Menschen, egal welchen Geschlechtes, der jetzt eine Wohnung sucht, und wenn er Pech hat, da er ja Privatinsolvenz beantragen musste, er also in der Schufa steht, mit seiner niedrigen Rente, keine Wohnung mehr bekommt? Also sucht sich der Mensch, egal welchen Geschlechtes, einen kleinen machbaren Nebenjob und natürlich hat er in dieser Situation das Glück, auf dem Land zu wohnen, hat er doch hier größere Chancen. Aber wie soll das mal werden, wenn er nicht mehr so kann wie jetzt? Eigentlich wollte er doch nicht mehr arbeiten müssen!

Fazit

Ich persönlich wage zu bezweifeln, dass das unsere Gründerväter, die, die das Grundgesetz geschrieben haben, es so gemeint haben als sie schrieben: „Eigentum verpflichtet!“.

Denken wir daran, eine Zivilisation, sollte diese den Namen auch verdienen, wird auch daran gemessen, wie sie mit Ihren Kindern und Ihren Alten umgeht!

In diesem Sinne, frohes Arbeiten, ihr Menschen egal welchen Geschlechtes!

https://de.blastingnews.com/meinung/2017/12/die-besteuerung-der-renten-ein-system-fur-sich-002222951.html

https://de.blastingnews.com/meinung/2017/12/spenden-fur-obdachlose-von-stadten-abgelehnt-002249799.html

https://de.blastingnews.com/meinung/2017/12/jahrestag-der-menschenrechte-vielen-menschen-fehlt-sogar-das-recht-zu-leben-002224167.html