Relativ schnell haben sich Angela Merkel (CDU) und Martin Schulz (SPD) zur GroKo-Runde zwei geeinigt. Für viele Bürger und Wähler ist dieses ein Schlag in das Gesicht.

Eigentlich hatte die Bevölkerung mit der Stimmabgabe bei der Wahl im September 2017 die regierende GroKo, bestehend aus CDU und SPD, abgewählt.

Die zuletzt nur noch geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel deutete das Wahlergebnis jedoch als deutlichen Auftrag zur Regierungsbildung.

Wie kann von einem deutlichen Auftrag die Rede sein, wenn 70-80 % der Wähler sich anders entschieden haben? Mehr als die Hälfte der Wähler haben sich gegen Angela Merkel als Regierung entschieden, ebenso sah es auch bei Martin Schulz (SPD) aus.

Eigentlich wollte die SPD es nicht zulassen, dass die AfD die stärkste Oppositionspartei im Bundestag wird. Denn hierdurch steht ihnen der Vorsitz im Haushaltsausschuss - nach alter Tradition - zu. Allerdings haben bereits verschiedene Bundestagsmitglieder verlauten lassen, wenn die AfD stärkste Oppositionspartei wird, so wolle man von dieser Tradition - die nicht schriftlich festgelegt ist - abweichen.

Laut einem Interview mit Alice Weidel kann sich die AfD mit der Rolle als stärkste Oppositionspartei sehr gut anfreunden. Weidel betonte ausdrücklich, besonders der Haushaltsausschuss in dem die EU-Rettungspakete beschlossen wurden, sei der AfD ein besonders wichtiger Bereich. Somit könne die, von der AfD schon lange geforderte, Transparenz in diesem Bereich endlich erfolgen. Als Opposition könne die AfD die Demokratie im Bundestag und in Deutschland wieder beleben.

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Viele Bürger sind jedoch über die Entscheidung der CDU und SPD zur GroKo nicht ganz so begeistert. Erst in den letzten Tagen kündigte Martin Schulz Steuererhöhung für Benzin, Heizöl und Gas an, auch seine Idee mit den "Vereinigten Staaten von Europa" verursacht bei einigen Bürgern eher Unwohlsein.

In den Sondierungsgesprächen waren eher der Familiennachzug für Flüchtlinge das Thema als mehr bezahlbaren Wohnraum für alle Bürger zu schaffen. Angekündigte Steuererleichterungen lösen sich automatisch durch die gleichzeitige Steuererhöhungen in Luft auf. Ebenso sind keine Lichtblicke für Rentner, denn laut Angela Merkel sind alle erforderlichen Reformen für die Rente bis 2030 erfolgt, oder für von der Armut in Deutschland betroffene Kinder, ebenso für die Vielzahl an Obdachlosen - hierbei ist die Zahl der betroffenen Erwerbstätigen steigend, in Aussicht.

Eigentlich wollten die meisten Wähler und Bürger kein " Weiter so", allerdings werden sie es zumindest für die nächsten vier Jahre wieder bekommen. Abzuwarten bleibt jetzt, wie sich die Entscheidung der Bundesregierung zur erneuten GroKo auf die Landtagswahl in Bayern die im Oktober 2018 stattfindet auswirken wird.