Niemand hat damit gerechnet, offenbar nicht einmal Trump!

Geben Sie es zu! Sie waren ebenso überrascht und geschockt, als am Abend des 8. November 2016 der neue US-Präsident bekannt gegeben und Donald Trump damit zu einem der mächtigsten Staatsmänner der Welt wurde. Auch wenn schon im Vorab einige Stimmen einen möglichen Sieg des rechtspopulistischen Milliardärs als möglich erachteten, hielt die Welt für einen Moment die Luft an, als die Niederlage Hillary Clintons bekannt wurde.

Michael Wolff, Autor und Journalist, schreibt nun in seinem Buch "Fire and Fury: Inside the Trump White House [VIDEO]", dass nicht einmal Trump selbst an einen Sieg glaubte. In dem brandneuen Buch, welches hinter die Kulissen der beispiellosen Präsidentschaft Trumps schaut, ist zu lesen, dass Trump aussah, "als hätte er ein Gespenst gesehen" nachdem sich seine kommende Präsidentschaft abzeichnete.

Melanie, der Trump wohl mehrmals versichterte, dass er nicht gewinnen würde, habe geweint, und zwar "nicht aus Freude".

Sieg war nie das Ziel

Laut Steve Bannon, eine der Hauptquellen Michael Wolffs und ehemaliger engster Berater und Wahlkampfleiter Trumps, hatte man schon im Wahlkampf eine Niederlage erwartet. Entsprechend war Trumps Kandidatur von Anfang an schlecht organisiert, Trump weigerte sich selbst in die Kampagne zu investieren und beschrieb die ganze Angelegenheit als "fucked up". Der heutige US-Präsident erhoffte sich aus seiner Kandidatur vor allem Medienpräsenz und weltweite Bekanntschaft. "Ich kann der bekannteste Mann der Welt sein", sagte er zu Sam Nunberg, einem seiner Unterstützer. Vorerst ging der Plan auch auf, kaum ein Wahlkampf erlangte International so viel Aufmerksamkeit und Interesse wie Trumps skandalöse Selbstinszenierungen 2016.

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Nach einer Niederlage hätte der berühmt gewordene Milliardär seine Kandidatur und den Sieg Clintons medienwirksam ausschlachten und sein Imperium davon vergrößern lassen können.

Nichteinmal das Team um Trump zog einen Sieg ernsthaft in Betracht, was dazu führte dass die ersten Wochen der Trump-Regierung von Chaos und Planlosigkeit geprägt waren.

Plötzlich Präsident

Entgegen der Erwartung aller Beteiligten gewann Trump am Wahlabend die Mehrzahl der Bundesstaaten für sich. Bannon berichtet, dass Trump zuerst ungläubig und schließlich regelrecht schockiert über seinen Sieg war. Nach ein paar Minuten habe er sich allerdings auf seine neue Rolle eingestellt und schließlich sogar die Überzeugung entwickelt, sein Sieg sei verdient gewesen und er selbst wäre vollkommen in der Lage, die globale Supermacht Amerika angemessen zu repräsentieren und zu regieren.

Dass dies nicht der Fall ist zeigen regelmäßige Twitter-Ausfälle des Präsidenten, die von rassistischen Äußerungen zu gefährlichen "Roter-Knopf-Größenvergleichen [VIDEO]" mit dem nordkoreanischen Dikator reichen oder diplomatische Katastrophen wie die Ernennung Jerusalems zu Israels Hauptstadt.

Es scheint tatsächlich, dass das Vernünftigste, was Trump in den letzten zwei Jahren vorhatte, sein Plan war nicht Präsident zu werden. Leider hat auch dies, wie zahlreiche andere Ziele Trumps, nicht geklappt.