Ob sie nun als Soldaten eingesetzt, getötet oder misshandelt werden, diese Kinder erfahren Tag für Tag Leid. Ob in Teilen Afrikas, im nahen Osten oder in Teilen Asiens, diese Kinder und ihre Eltern, sofern sie noch welche haben, können diesem Leid nicht entkommen.

Wie schlimm die Lage wirklich ist

Laut einem Bericht der Hilfsorganisation Save the Children leben weltweit 357 Millionen Kinder in einem Kriegsgebiet. Eine Zahl die seit dem Anfang der 90er Jahre um 75 Prozent gestiegen ist. Diese enorme Zahl bedeutet auch, dass die Zahl der getöteten und körperlich geschädigten Kinder gestiegen ist. Um 300 Prozent in zehn Jahren.

Dabei werden immer häufiger gezielt Schulen und Krankenhäuser angegriffen. Der Zugang zu Bildung und einer Gesundheitsversorgung, der bei uns so selbstverständlich ist, bleibt ihnen verwehrt. Um erschreckende 1500 Prozent stieg die Zahl derer, denen die humanitäre Hilfe verweigert wurde. 50.000 Mädchen und Jungen wurden in den letzten zehn Jahren als Soldaten oder sogar als Selbstmordattentäter rekrutiert.

Wo ist es am schlimmsten

Save the Children stellte eine Rangliste mit den am gefährlichsten Orten auf, welche wie folgt aussieht:

1. Syrien

2. Afgahnistan

3. Somalia

4. Jemen

5. Nigeria

6. Südsudan

7. Irak

8. Demokratische Republik Kongo

9. Sudan

10. Zentralafrikanische Republik

Was sind die Folgen?

Ohne die gesundheitliche Versorgung werden neben dem Krieg auch Krankheiten zum Alltag.

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Durch den Alltag den diese Kinder erleben, erleiden sie auch psychische Narben. Wer so etwas sieht ist Stress ausgesetzt. Laut der Studie beginne damit ein Teufelskreis, da mit solchen Erlebnissen der Aufbau einer friedlichen Gesellschaft schlicht unmöglich ist. Es ist sicherlich selbstverständlich, dass Kinder, denen die Chance auf Bildung verwehrt bleibt, keine Perspektive auf eine Zukunft haben, in der sie genug verdienen, um für sich selbst sorgen zu können.

Es müssen Konsequenzen gezogen werden

Save the Children fordert Regierungen und Militärs dazu auf, mehr für den Schutz für Zivilisten und insbesondere von Kinder zu tun, da diese heutzutage weniger geschützt werden als bewaffnete Einsatztruppen. Sie fordern auch die Einhaltung internationaler Verträge, Verstöße gegen das Völkerrecht zu ahnden und alles dafür zu tun, um die seelischen Folgen für Kinder zu mildern. Es sind Maßnahmen, die dringend erforderlich sind, wenn wir den folgenden Generationen eine Welt hinterlassen wollen, auf der es sich zu leben lohnt. Deshalb haben alle Staaten dafür zu sorgen, dass in Zukunft ein stabiler Frieden geschaffen wird. Dies ist ein weiteres Beispiel, das zeigt, wir brauchen Friedensbemühungen statt Aufrüstung und Provokation.