Bei einem Luftangriff des US-Militärs gegen regierungsnahe Kräfte in Ost-#Syrien in der Provinz Deir al-Zor, wurden nach eignen Angaben mehr als 100 Kämpfer getötet. Syrische Militärkreise sprechen sogar von mehr als 150 regierungstreuen Kämpfern, die bei dieser Auseinandersetzung ums Leben gekommen sein sollen. Unter den Opfern sollen auch russische Soldaten gewesen sein. Sie sollen zuvor ein Hauptquartier der Demokratischen Kräfte (SDF), die wohl von den #USA unterstützt werden, angegriffen haben. Dabei sollen etwa 500 Kämpfer mit Mörsern und Panzern vorgegangen sein. Nach Spekulationen sollen die regierungsnahen Kräfte versucht haben, Gebiete zurückzuerobern, die sich in der Hand der Freien Syrischen Armee befinden und in denen möglicherweise Ölfelder liegen.

Das syrische Regime wirft den USA nun Aggression und die Unterstützung von Terroristen vor.

Die USA in Syrien

Offiziell kämpfen die USA in Syrien gegen den IS, wobei es im vergangenen Jahr aber immer wieder zu Scharmützeln mit regierungsnahen Milizen kam. Dabei sprach die US-Seite von Verteidigungsmaßnahmen. Immer wieder beteuern die Vereinigten Staaten, sie würden sich aus dem syrischen Bürgerkrieges heraushalten. Beim Kampf gegen den IS arbeitet das US-Militär mit dem Bündnis der Syrischen Demokratischen Kräfte zusammen, das von der YPG, einer Kurdenmiliz, geführt wird. Die YPG (Volksverteidigungseinheiten) wird derzeit vom NATO-Partner #Türkei in Nordwestsyrien angegriffen. Das sorgte verstärkt für Anspannungen zwischen den USA und der Türkei. Vor wenigen Tagen erst forderte der türkischen Präsident Recep Tayyip Erdogan die USA auf, sich aus der syrischen Stadt Manbidsch zurückzuziehen, um sie an ihre „wahren Besitzer“ zurückzugeben.

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Die türkischen Offensive in Syrien hat von Anfang an das Verhältnis zwischen Washington und Ankara zusätzlich belastet. So bemerkte ein Sprecher des Weißen Hauses, dass die Operation „das Risiko weiterer Konflikte zwischen türkischen und amerikanischen Streitkräften in Syrien“ in sich berge.

Stimmen aus Russland

Das russische Verteidigungsministerium kommentiert die aktuellen Geschehnisse in Ost-Syrien folgendermaßen: „Der jüngste Vorfall demonstrierte erneut, dass das echte Ziel, der gesetzwidrigen Präsenz der US-Kräfte in Syrien, nicht mehr der Kampf gegen die internationale Terrormiliz ist, sondern die Eroberung und das Festhalten der Kontrolle über die Wirtschaftsaktiva, die ausschließlich der Syrischen Arabischen Republik gehören“.