In Deutschland ernähren sich rund acht Millionen Menschen vegetarisch und 1,3 Millionen Menschen vegan. Täglich kommen, laut Schätzungen, etwa 2.000 Vegetarier und 200 Veganer hinzu. Auch global ist der vegane Trend zu erkennen. Die Anzahl, der sich vegetarisch und vegan ernährenden Menschen, wird weltweit auf eine Milliarde geschätzt. Und das nicht ohne Grund, es gibt mehrere Fakten, die zu bedenken sind, bevor man das vegane oder vegetarische Leben ausschließen möchte.

Im Durchschnitt essen die meisten Menschen zu viel Tierisches und zu wenig Pflanzliches. wodurch ein gravierendes Gesundheitsproblem in großen Teilen der Bevölkerung entstanden ist.

Gegen den Trend des „vegan lifestyle“ steigt der Fleischkonsum weltweit unaufhörlich. Im Jahr 1970 lag der Fleischkonsum bei 27 Kilogramm pro Kopf und Jahr, 2010 bereits bei 42,2 Kilogramm und die Tendenz steigt weiterhin. Der weltweite Fleischkonsum liegt bei 300 Millionen Tonnen, der Fischkonsum ist hierbei nicht hinzugerechnet. Im deutschen Sprachraum isst jede Person in ihrem Leben über tausend Tiere, Meerestiere nicht eingerechnet.

Weshalb Vegan?

Massentierhaltung

Bei der Massentierhaltung wird kein Wert auf das Wohlergehen der Tiere gelegt. Man enthält ihnen nahezu alles vor, was ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht. In der Ei-Industrie werden jährlich rund 40 Millionen männliche Küken getötet, weil sie keine Eier legen können und sich nicht als Masthähnchen eignen. Dazu werden jedes jahr 4,3 Millionen Kühe in eine sogenannte Dauerschwangerschaft durch künstliche Befruchtung versetzt, damit sie (fast) ununterbrochen Milch geben können.

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Durch Fleischkonsum können Krankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zu hohe Chloresterinwerte, Allergien und sogar Krebs verursacht werden. Viele leiden unter Mangel von Vitamin Folsäure, bis auf Vegetarier und Veganer. Dieses Vitamin unterstützt die Verhinderung von Krebs, wie wir spätestens aus den Arbeiten von Professor Richard Bélieveau und Dr. Denis Gingras und ihrem Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ entnehmen können. Außerdem ist hoher Fleischkonsum der größe Verursacher schädlicher Treibhausgase sowie verantwortlich für die Abholzung des Regenwaldes. 80 Prozent des Amazonasgebiets wurde für Futtermittelanbau gerodet. Für die Fleischproduktion werden hohe Mengen an Wasser verbraucht. Ein Kilogramm Rindfleisch entspricht 15.000 Liter Wasser.

Das vegane Leben unterstützt daher traditionell die Bekämpfung des Welthungers. „Wir sind durch unsere Intensivlandwirtschaft und diese Massentierhaltung schuld am Hunger in der Dritten Welt, der meiner Ansicht nach innerhalb kürzester Zeit behoben werden könnte, wenn man dort pflanzliche Nahrung anbauen würde.

Die Abkürzung der Nahrungskette ist nach meinen ganzen Systemuntersuchungen (...) der direkte und billigste und auch ökologisch interessanteste Weg, das Hungerproblem auf der Welt zu lösen", so sagt es Frederic Vester, Umweltexperte, Biochemiker und Publizist.

Vegatarische Ernährung als Überlebenschance

Weltweit verhungern täglich allein zwischen 20 000 und 40 000 Kinder, was wir durch die vegane Ernährung stark vermindern und wahrscheinlich sogar aus der Welt schaffen könnten. Wertvolles Getreide, was von Vielen den Hunger stillen könnte, wird an sogenannte Schlachttiere verfüttert. Eine europäische Milchkuh bekommt viel mehr Geld vom Staat als ein hungernder Afrikaner, weshalb das Getreide nicht bei hungernden Menschen landet, sondern in Futterboxen der Masttiere in den Industriestationen. „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung“, so Albert Einstein.

Vegane Ernährung wird jedoch nicht offiziell empfohlen. Das mag daran liegen, dass Ernährungsexperten, die meist jahrelang Ernährungswissen studiert haben, sich in der Regel gegen alles wehren, was ihr angelerntes Wissen nicht als richtig entlarvt. „Hinzu kommt die selektive Wahrnehmung: Studien, welche die eigenen Ansichten festigen, werden sofort gut wahrgenommen, sogar wenn sie von der Milch- oder Fleischindustrie selbst stammen. Informationen dagegen, die das einmal erworbene Wissen infrage stellen, werden kaum beachtet" so bringen es Ruediger Dahlke und Renato Pichler, in ihrem Buch "veganize your life!" auf den Punkt.

Durch vegane Ernährung kann jeder somit einen aktiven Beitrag zum Umwelt und Klimaschutz leisten.

Tipps und weitere Infos zur veganen Ernährung gibt es bei Peta.de.