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Vor etwas mehr als einer Woche griffen russische Soldaten US-amerikanische in Syrien an. Die Medien schwiegen darüber meist. Das Compact-Magazin beklagte jedoch, das Pentagon bereite sich auf einen Krieg gegen Russland und China vor.

Als die Türkei die Kurden in Syrien angriff, welche von den USA unterstützt werden, beteiligte sich daran Russland als Waffenbruder von Erdogan. Allerdings auch reguläres Militär von Assad und Iran.

Der Vorfall ereignete sich am 13. Februar bei Deir Ezzor (Ost Syrien). Der Kreml verkündete lakonisch, die daran beteiligten Russen seien durchweg Söldner gewesen. Bei der New York Times musste man über diesen Vorfall schon zwischen den Zeilen lesen.

Es hieß, dass die US-Streitkräfte einen Angriff mit Luftwaffe und Drohnen abwehrte und sich unter den Getöteten Dutzende von Russen befänden. Gleichzeit versicherte der Sprecher des Pentagons, dass es keine Chance gäbe, dass US-Truppen und russisches Militär direkt zusammenstoßen könnten.

Die Stellungsnahme des Kremls scheint den Vorfall, als nicht mit der russischen Regierung involviert, zu erklären. Das Problem ist, die in Syrien befindlichen russischen Söldner, werden alle von Wagner Group angeheuert. Diese Firma soll ausschließlich für das russische Verteidigungsministerium arbeiten, niemals für die syrische oder iranische Regierung.

Und das Problem mit der amerikanischen Aussage ist, dass das Pentagon uns sagt, dass Dutzende von Russen nicht durch die Bomben getötet wurden, die es gerade fallen ließ, sondern durch jemand anderen ...

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oder vielleicht durch spontane Herzinfarkte oder eine katastrophale Reihe von Fahrzeugunfällen.

Erst am folgenden Tag berichteten die Journalisten Henry Meyer und Stepan Kravchenko (beide von Bloomberg News), dass die Zahl der getöteten Russen deutlich höher sei als zuerst angenommen. Verwundete Russen wurden vom russischen Verteidigungsministerium in Militärkrankenhäuser in Moskau und St. Petersburg geflogen. Dies berichtete später Eli Lake (Bloomberg News).

Einer der Chefs der Wagner Group ist Dmitry Utkin, der sehr eng mit Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin (alias: Koch des Kremls) verbunden ist, einem Protegé von Wladimir Putin. Er ist auch einer der 13 Russen, die gerade von FBI-Sondergesandten Robert Mueller wegen Manipulation ausländischer Politik im Dienst des Kremls angeklagt wurde.

Die Wagner Group soll auch hinter der Organisation der "grünen Männer", während der Krim-Besetzung 2014, gestanden haben. Wladimir Putin verlieh 2016 persönlich Orden an die Repräsentanten der Wagner Group (siehe Bild 2).

Verwunderlich die sorgfältige Ausdrucksweise von Verteidigungsminister James Mattis:

"Ich habe keine Ahnung, warum [die Russen] dort [Deir Ezzor] dort angreifen."

Berichtet das US-Verteidigungsministerium. Und weiter:

"Es war bekannt, dass die Streitkräfte da waren, natürlich wussten das die Russen. Wir haben immer gewusst, dass es Elemente in diesem sehr komplexen Kampfraum gibt, den die Russen nicht hatten. Ich würde es Kontrollübernahme nennen."

Dann behauptet er jedoch, der Kreml habe keinerlei Kontrolle über die Wagner Group. Was definitiv nicht stimmt.

Eli Lake vermutet in Mattis Verhalten eine "noble Lüge", um die Öffentlichkeit nicht zu beunruhigen:

"Wenn Mattis das Offensichtliche anerkennt", so Lake, "dass der Kreml einen direkten Angriff auf eine von den USA unterstützte Basis durch nicht-uniformiertes Personal autorisierte - er riskiert eine Eskalationsspirale in Syrien. Es ist besser, die Verwirrung auszudrücken und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Chance zu geben, sich zurückzuziehen und die Schuld abzustreiten, die er trotz der schweren Niederlage seiner Söldner erlitt."

Bei dem Angriff hatten die US-Soldaten keine Verluste zu tragen, ein weiterer Punkt für Mattis die Sache unter den Tisch fallen zu lassen. Allerdings starben sehr viele Russen und würde dies von der US-Regierung allgemein publik gemacht werden, dann würde das dem installierten Heldenmythos einer dissozialen Persönlichkeit einen gewaltigen Sprung geben und eventuell außer Kontrolle geraten lassen. REUTERS berief sich auf 300 getötete und verwundete Russen, wie man von drei unterschiedlichen Quellen bestätigt bekam.