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Wenn die Familie die Pflege nicht mehr stemmen kann und der Gepflegte nicht mehr alleine zurechtkommt, ist meist das Pflegeheim die letzte Möglichkeit. Häufig wollen die Gepflegten das jedoch nicht wirklich, weil sie Angst haben in dem Heim zu verkümmern. Wie berechtigt ist diese Angst und wie wichtig wäre es, dass die Familie die Pfege auf sich nimmt?

Mama ist immer bei Oma!

In Pflegefällen gibt es meistens zuerst nur eine Möglichkeit: Die Familie übernimmt die Pflege. Aber genau das führt häufig zu Problemen. Die Eltern, die ihre Eltern pflegen müssen, haben deutlich weniger Zeit für ihre eigenen Kinder oder ihren Job.

Außerdem kann, immer abhängig von der zu pflegenden Krankheit, die Pflege sehr anstrengend sein. Sowohl physisch als auch psychisch. Irgendwann kommt die Familie meist an den Punkt, an dem sie sich eingestehen muss, dass die Pflegetätigkeit nicht tragbar ist. Allerdings muss auch gesehen werden, dass viele Erwachsene, die Eltern im Pflegeheim haben, durchaus die Kapazitäten haben um ihre Eltern zu pflegen. Oder sie wenigstens häufiger zu besuchen. Aber da sind Dinge wie die eigene Karriere dann einigen einfach wichtiger.

An genau diesem Punkt kommt dann der Gedanke an ein Pflegeheim ins Spiel. Sofern er früher noch nicht aufgekommen war.

Die Gegenseite

Die Gepflegten bekommen in diesem Moment häufig Angst, dass die Familie sie dort nicht mehr besuchen kommt und sie von völlig fremden Pflegern umgeben sterben müssen.

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Außerdem hört man oft, dass die Pfleger sich nicht genug Zeit für ihre Partienten nehmen können, wobei man beachten sollte, dass ihr Job lediglich aus physischem Dienst besteht. Es ist nicht die Aufgabe der Pfleger sich um das seelische Wohl der Menschen zu kümmern. Für eine solche Aufgabe muss man sich entscheiden, da es auf die eigene Psyche schlagen kann, sich die Probleme anderer Menschen anzuhören.

Doch meist ist diese Angst unberechtigt, da die Familie nicht ihre Verwandten vergisst und sich die Pfleger in den Heimen stets bemühen.

Wenn die Angst doch berechtigt ist, sollte man gemeinsam nach einer Lösung suchen. Zum Beispiel einem Pflegeheim in der Nähe der Familie, in dem die Mitarbeiter dem Gepflegten sympatisch sind.

Ein solcher Service kann und sollte richtig genutzt werden.

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